Herzlich willkommen auf Pahaschi.de

Erstellt von Markus am 22. März 2011 – 14:22 -

Pahaschi.de ist ein privates Projekt von Betroffenen für Betroffene, deren Angehörige und interessierte Menschen.

Hier soll psychotisch Erkrankten, deren Familien und Freunden ein Forum gegeben werden um sich mit Mitbetroffenen auszutauschen.

Es sollen Vorurteile, die diese Krankheit auslöst, ein Stück weit aus der Welt geschafft werden, da in der Öffentlichkeit und vor allem in der Sensationspresse oft ein sehr verzerrtes Bild auf psychisch kranke Menschen geworfen wird.

Wir freuen uns schon auf einen regen Austausch.

MfG,

Das Team von Pahaschi.de

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Dunkle Wolken kommen … aber sie gehen auch wieder!

 


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Was wisst Ihr Ärzte denn schon?

Erstellt von Bodo am 19. November 2017 – 08:56 -

Hallo zusammen,

ich möchte es möglichst kurz halten: Als jemand, der nun bereits seit dem Jahr 2004 quasi schwer chronisch schizophren erkrankt ist, versuche ich nun schon seit ca. 13 Jahren vor allem einem zu entkommen: Wenn die “teuflische Krankheit” namens “Psychose” schon als unheilbar gilt für die aktuelle Schulmedizin, dann muss es doch wenigstens möglich sein, dem oft viel bedrohlicheren, sehr oft sogar tatsächlich todbringenden Faktor dieser “Krankheit” zu entkommen, nämlich der Spirale aus Angst und Selbstzweifeln – die leider allzu gerne und allzu oft immer wieder beinahe panisch bis sogar hysterisch von verzweifelten Psychiatrieärzten befeuert wird.

Auch ich stand mehr als einmal am Scheideweg: Tust du jetzt doch lieber, was die Fachärzte raten? Denn immerhin wissen sie: “Wenn Du das nicht tust, dann wird das ziemlich sicher so und so enden!”

Man muss bedenken: Ich bekam die Krankheit mit 24 Jahren – da ist man bei weitem noch kein ausgereifter, gestandener Mann, der wirklich für sich selbst entscheiden kann, was für ihn das Richtige und Beste ist – und seine ureigenste Entscheidung über das eigene Leben dann mit allen möglichen fatalen Konsequenzen für Leib und Leben zu tragen – egal ob zu einem positiven oder negativen Ausgang!

Stets und immer wieder wird man von hektischen, bis panisch über hysterisch agierenden zahllosen Psychiarieärzten auf “den Weg der Vernunft” zurückgepfiffen.

Glücklicherweise erreichte ich in meiner Psychiatriekarriere – wo ich übrigens die Zahl meiner Behandlungen längst aufgehört habe zu zählen - gerade noch so rechtzeitig den Reifegrad eines voll erwachsenen und (für sich selbst) gestandenen Mannes.

Ein Mann mit viel Ahnung, viel Leid – und noch mehr Erfahrung, was das Leben wirklich ausmacht – konnte plötzlich mit aller Klarheit den zahllosen Hysterikern nur müde lächelnd entgegenbringen: “Was wisst Ihr denn schon angeblich darüber, was die sogenannte Psychose tatsächlich sei und was sie bedeuten soll?” Und wobei noch nichtmal ich – als einer der sie inzwischen über 10 Jahre am eigenen Leib erfährt, sich immer noch keinen hundertprozentigen Reim darauf bilden kann, was der ganze Spuk nun bedeuten soll. Immer wieder scheint man kurz davor zu sein, das gesamte Geschehen endlich mal vollends zu durchschauen – nur um ein weiteres mal mitzuerleben, wie dir die scheinbar so greifbare Lösung des Problems wieder durch die Finger entgleitet.

Allein das Katz-und-Maus-Spiel um die Deutungshoheit dieser Krankheit kann einen über die Jahre extrem zermürben!

Doch wenigsten kam ich gerade noch rechtzeitig zu dem wichtigsten Meilenstein bisher: der Tag, an dem ich – egal welchem Psychiatriearzt – mit voller Entschiedenheit entgegentreten konnte und ohne einen Funken Zweifel behaupten durfte:

“Ich weiß ganz sicher nicht alles über diese geheimnisvolle Krankheit – und ganz sicher sind einige meiner Interpretationen nicht 100% korrekt. Doch eines kann ich Ihnen mit aller Bestimmtheit sagen: Ich weiß ganz sicher deutlich mehr über diese Krankheit als ein jeder noch so hoch promovierte Arzt, der all sein Wissen sich aus Schulbüchern angelesen hat – Büchern in denen man krampfhaft versucht sämtliche Aspekte dieser Krankheit in irgendwelche Schubladen zu packen, um dem Symptom dann einen medizinischen Fachbegriff zu verpassen, welcher dann von Otto Normal - auch Tatsache – mit beinahe 100%er Sicherheit niemals in Frage gestellt werden wird.”

Denn alles, dem die Wissenschaft einen Namen geben kann – so ein weit verbreiteter Irrglaube – das kennt er zu genüge. Sprich wenn ein Arzt sagt: “Dieses Symptom Ihres Erlebens ist sehr bekannt – es wird in der Medizin folgendermaßen genannt: xyz!” Wenn ein solches Symptom also bereits einen Namen hat, dann wird Otto Normal niemals auch nur im Ansatz daran zweifeln, dass der Arzt ganz sicher mehr Ahnung davon hat als der Patient.

“Wenn ich Ihnen aber nun sage, werter Doktor: Ich als am eigenen Leib Betroffener kann Ihnen versichern:

Es gibt geradezu unheimliche, nicht greifbare Aspekte an dieser “Erkrankung” – die sind schlicht nicht in Worte zu kleiden. Und diese Dinge finden sie auch in keinem einzigen ihrer angeblich allwissenden Lehrbücher! Und da Sie daher ganz offensichtlich nur ein unvollständiges Bild über diese Krankheit haben, möchte ich Sie nun dringend dazu auffordern: Hören Sie bitte endlich auf mir ständig Angst einzujagen, wie das alles enden könnte, wenn ich nicht das befolge, wozu sie mir raten!

Sie reden da schlicht über ein extrem gruseliges Phänomen, das Sie als nicht Betroffener nichtmal im Ansatz erfassen können, wenn nichtmal ich es wirklich begreifen kann als am eigenen Leib Betroffener!”

 

Ein Beitrag von André

Kontakt über: info@adler-auge.net


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Herzlich willkommen auf Pahaschi.de

22. März 2011 – 14:22

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