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	<title>Psychose - Blog &#38; Forum</title>
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		<title>Ein sächsischer Traum</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 05:45:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Lange war ich nicht mehr in Dresden, der großen Metropole im Oberen Elbtal. Dem Elbflorenz des Ostens. Wie sehnte ich mich danach, wieder das &#8220;Nuh!&#8221; zu hören. Man kann es eigentlich nicht übersetzen. Es ist mehr eine seelische Schwingung, ein Gefühl der Bestätigung. Dieses Wort gibt der ostsächsischen Seele eine Wärme und Unschuld. Selbst die Buchstaben geben den Klang kaum wieder. Das Sächsische bräuchte eigentlich ein eigenes Alphabet.</p>
<p>Die alten Häuser der Uni sind wie eh und je. Als ob &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lange war ich nicht mehr in Dresden, der großen Metropole im Oberen Elbtal. Dem Elbflorenz des Ostens. Wie sehnte ich mich danach, wieder das &#8220;Nuh!&#8221; zu hören. Man kann es eigentlich nicht übersetzen. Es ist mehr eine seelische Schwingung, ein Gefühl der Bestätigung. Dieses Wort gibt der ostsächsischen Seele eine Wärme und Unschuld. Selbst die Buchstaben geben den Klang kaum wieder. Das Sächsische bräuchte eigentlich ein eigenes Alphabet.</p>
<p>Die alten Häuser der Uni sind wie eh und je. Als ob die Zeit stehengeblieben wäre. Aber im Süden und Westen wurde groß gebaut. Mehr geklotzt als gekleckert: eine moderne Bibliothek, neue Institutsgebäude aus Stahl und Glas; und die Wohnheime: hochglanzsaniert. Erinnerungen aus langer Zeit kommen hoch. Die TU war schon immer etwas Besonderes. Nicht nur für Dresden, für das ganze Land!</p>
<p>Das alte Stadtzentrum an der Elbe ist eine wahre Pracht geworden. Und das steinerne Juwel ragt hoch in den Himmel: die Frauenkirche! Viele neue schmucke Häuser umrahmen das Gotteshaus und den weiten Platz. Pferdekutschen und Gespanne an jeder Ecke. Touristen aus aller Herren Länder, die das Geld in die Stadt bringen. Manchem Dresdner ist es schon etwas zuviel Trubel, er war jahrzehntelang eher Beschaulichkeit gewohnt. Aber dann fährt er mit einer der vielen Straßenbahnen zurück in seinen Stadtteil: nach Strehlen oder nach Löbtau, nach Prohlis oder nach Coschütz, und genießt ein weitgehend touristenfreies Leben.</p>
<p>Auf dem Friedhof ist es ruhig. Ich muss ein bisschen suchen. Aber, da ist es! Ein schönes Grab. Und von mir drei Rosen dazu: zwei weiße und eine rote. Sie hat es schön hier! Kann sie von oben zuschauen? Hört sie meine Worte? Sieht sie meine Tränen? Aber eigentlich, denk ich mir, habe ich sie mit jedem Atemzug in mir. In meinem Herzen sowieso.</p>
<p>Beim Konzert kamen wieder die Tränen. Bläserensemble und Chor, von und mit Herrn Güttler. Sehr schön, und in dieser Kirche sowieso. Man braucht einen Abschied. Gerne hätte ich sie wiedergesehen. Nur für ein paar Worte und Augenblicke. Versäumt. Verdrängt. Vorbei.</p>
<p>Sie war bestimmt glücklich hier in Dresden. Und freier als zu Hause in diesem kleinen Ort der Lausitz, wo sie herkam. Früher konnte man nicht so einfach weg, alles aufgeben. Man hatte zwar Arbeit, aber man war gebunden, um nicht zu sagen eingesperrt. Ich wollte nicht in diesem Ort eingesperrt sein, ich wollte frei sein. Ich wollte zurück in mein Berlin. Habe verdrängt und wollte vergessen. Ungelebtes Leben, ungelebte Liebe.</p>
<p>Ist es müßig, darüber nachzudenken? War es richtig? War es Schuld? Egal: Abschied ist ein scharfes Schwert, heißt es in einem Lied. So ist es! Man muss seine Trauer abarbeiten. Man muss ihr Raum geben. Kopf hoch, Blick nach vorn &#8211; sagen andere. Ja. Gut. Doch wenn man nur nach vorn schaut, will man etwas bekommen, etwas erreichen. Doch man hat ja schon soviel! Man kennt oft gar nicht seinen Reichtum, den man in sich trägt. Den Reichtum der Seele und der Erinnerung &#8230;</p>
<p>Muss man seine Erinnerungen loslassen können? Muss man müssen? Man muss gar nichts! Dresden hat mir jetzt und heute so gut getan: Ich saß um fünf Uhr in der Morgenfrühe auf den Höhen am südlichen Stadtrand, und die Stadt im Tal erwachte, und der leichte Nebel entschwand aus dem Altstadt-Panorama &#8230; Das ist Poesie!</p>
<p>Überhaupt, das sage ich jetzt mal und behaupte es: Dresden hat das poetischste Zentrum einer deutschen Großstadt. Wie gemalt, wie komponiert! Da fragt man sich unwillkürlich: Hat Canaletto Dresden gemalt, oder wurde Dresden nach Canaletto gebaut? Und das Altmarktfest im Frühling und Herbst ist um Längen charmanter als das überfüllte Oktoberfest in München. Dresden brummt zwar in finanzieller Hinsicht, aber die sächsische Gemütlichkeit &#8230; die ist nicht totzukriegen!</p>
<p>Du bist bei mir.</p>
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		<title>Der Blick ins Leben</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/der-blick-ins-leben/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 12:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#8220;Nach Erdbeeren läuft Hilfe auf Hochtouren&#8221;: Der Blick in die Tageszeitung lässt wieder Schlimmes aus der Welt der Kindererziehung erahnen. Sind wieder ungenießbare Frostfrüchte aus China in der Schulspeisung gelandet? Aber nein! Nur falsch geguckt: es war ein Erdbeben, aber immerhin auch aus China.</p>
<p>Die nächste Meldung klingt schon interessanter: gentechnisch veränderte Darm-Bakterien produzieren Biokraftstoff, nämlich chemisch reinsten Diesel! Zwar ist alles noch im Versuchsstadium, aber man kann sich das ausmalen: Die Autofahrer gehen dann zur Apotheke, schlucken ein paar &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Nach Erdbeeren läuft Hilfe auf Hochtouren&#8221;: Der Blick in die Tageszeitung lässt wieder Schlimmes aus der Welt der Kindererziehung erahnen. Sind wieder ungenießbare Frostfrüchte aus China in der Schulspeisung gelandet? Aber nein! Nur falsch geguckt: es war ein Erdbeben, aber immerhin auch aus China.</p>
<p>Die nächste Meldung klingt schon interessanter: gentechnisch veränderte Darm-Bakterien produzieren Biokraftstoff, nämlich chemisch reinsten Diesel! Zwar ist alles noch im Versuchsstadium, aber man kann sich das ausmalen: Die Autofahrer gehen dann zur Apotheke, schlucken ein paar Darmtierchen, und können dann nächsten Tag ihre Tankladung auf der Toilette abfüllen. Etwas für Sparfüchse!</p>
<p>Oh, wieder Waffen-SS! Wen hat es diesmal getroffen? Horst Tappert. Wenigstens kein Schriftsteller! Und wer ist der Nächste? Helmut Schmidt? Johannes Heesters? James Last? Letzter weilt auch noch unter uns, und tourt mit seiner &#8220;Last Tour&#8221; durch Europa. Künstler können nie aufhören!</p>
<p>Darauf ein schönes Pils aus einem aufblasbaren Bierkrug! Für 2,99 im Angebot. Lieber nicht! Lieber den Full-HD-Camcorder, spritzwassergeschützt, bis 3 Meter. Meinen die nun Wassertiefe oder Spritzweite? Egal, auf alle Fälle wohl für den Karibik-Urlaub, oder die Malediven. Oder doch lieber den selbstfahrenden Rasenmäher für 299 €? Der Selbstfahrer ist auf alle Fälle zu empfehlen beim Genuss des 5-fach destillierten Premium-Vodkas für 4,99. Aber nur bei eingebautem Navigationsgerät!</p>
<p>Mein Favorit ist der praktische Vakuum-Beutel: Der Staubsauger saugt die Luft aus dem Ding, und schon kann man seinen Krempel platzsparend unters Bett schieben. Ich bräuchte so ein Ding für meine Gedanken: einfach Staubsauger an und schon hat man ein Vakuum-Gehirn! Ohne störende Nebenwirkungen wie Erinnerungen und Zukunftsängste &#8230;</p>
<p>Die 18-jährige Schülerin, die in der Zeitung übers Abitur schreibt, hat dergleichen, zumindest Letzteres, nicht: Sie freut sich, wenn die Prüfungen endlich vorbei sind und damit auch die Schulzeit. Dann beginnt die Freiheit: Die Freiheit des richtigen Lebens!</p>
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<p>Bodo Bodenstein, 7 Stunden vor der Walpurgisnacht</p>
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		<title>50 Wörter für Schnee</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 09:14:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nach diesem Winter können wir, glaube ich, für den Rest des Jahres keinen Schnee mehr sehen. Zu lange war er unser Begleiter auf Straßen und Plätzen, in Wiesen und Wäldern. Selbst die Zugvögel konnten wahrscheinlich gut auf diesen Nach-Winter verzichten, mussten sie doch für gut 4 Wochen wieder umdrehen und wärmere Gefilde aufsuchen.</p>
<p>Das konnten wir immobilierten Erdbewohner nicht und waren auf Gaslieferungen aus Russland angewiesen. Damit unsere Wohnungen nicht schimmeln. Wer draußen gefroren hat, war selbst schuld. Dafür gibt &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach diesem Winter können wir, glaube ich, für den Rest des Jahres keinen Schnee mehr sehen. Zu lange war er unser Begleiter auf Straßen und Plätzen, in Wiesen und Wäldern. Selbst die Zugvögel konnten wahrscheinlich gut auf diesen Nach-Winter verzichten, mussten sie doch für gut 4 Wochen wieder umdrehen und wärmere Gefilde aufsuchen.</p>
<p>Das konnten wir immobilierten Erdbewohner nicht und waren auf Gaslieferungen aus Russland angewiesen. Damit unsere Wohnungen nicht schimmeln. Wer draußen gefroren hat, war selbst schuld. Dafür gibt es ja Mäntel, Jacken, Schals, Handschuhe und Mützen. Aber, welcher Deutsche setzt schon eine Mütze auf? Erstens sieht man damit aus wie ein Depp; und zweitens, besonders bei den Damen, ist dann die ganze schöne, in Stunden hintoupierte Frisur im A&#8230; Also friert lieber die Birne ein. Wie sollen die Deutschen da warme Gedanken bekommen?</p>
<p>Jedenfalls haben wir etwas gelernt. Wir können jetzt, wie die Inuit, 50 Arten von Schnee unterscheiden. Nun brauchen wir nur noch Wörter dafür! Wir haben sie längst &#8230;</p>
<p>Hier eine Aufstellung:</p>
<p>SCHNEE in der Luft:</p>
<p>(1) vereinzelte Schneeflocken<br />
(2) es schneit<br />
(3) dichtes Treiben<br />
(4) Schneesturm<br />
(5) Schneegriesel<br />
(6) dicke Flocken<br />
(7) Schneeregen</p>
<p>SCHNEE auf den Pflanzen</p>
<p>(8) Raureif<br />
(9) Schneebruch<br />
(10) Winter Wonderland</p>
<p>SCHNEE auf dem Boden</p>
<p>(11) überzuckert<br />
(12) Neuschnee<br />
(13) Tiefschnee<br />
(14) Schneewehe<br />
(15) Schneechaos<br />
(16) Schneematsch<br />
(17) Nasser Schnee<br />
(18) Pappschnee<br />
(19) Verhärteter Schnee<br />
(20) Schneemehl</p>
<p>SCHNEE im Wintersport</p>
<p>(21) Schneebrett<br />
(22) Lawine<br />
(23) Schnee-Garantie (bis in den Mai)<br />
(24) Schnee-Kanonen-Schnee<br />
(25) Schneeloipe<br />
(26) Schneehang<br />
(27) Pulverschnee</p>
<p>SCHNEE im Frühling</p>
<p>(28) Schneehaufen<br />
(29) Schneereste<br />
(30) Schneeflecken<br />
(31) Schneeglöckchen<br />
(32) Glasschnee<br />
(33) Schattenschnee</p>
<p>verschmutzter SCHNEE</p>
<p>(34) dreckiger Haufen<br />
(35) Sommersprossenschnee<br />
(36) Streuselkuchenschnee<br />
(37) Schmutzschnee<br />
(38) Ascheschnee<br />
(39) Schwefelschnee (DDR)<br />
(40) Rußschnee</p>
<p>SCHNEE in der Literatur und Kunst</p>
<p>(41) Schneeweißchen und Rosenrot<br />
(42) Schneekönigin<br />
(43) sich freuen wie ein Schneekönig<br />
(44) Frau Holle<br />
(45) Snegurotschka (Russland)<br />
(46) Schneekristall<br />
(47) Schnee-Skulptur<br />
(48) Schnee-Festival<br />
(49) Schneewittchen</p>
<p>und schlussendlich:</p>
<p>(50) Iglu</p>
<p>Somit brauchen wir uns Mitteleuropäer mit unseren Schnee-Erfahrungen gar nicht hinter dem Berg verstecken. Vielleicht finden Sie, lieber Leser, noch weitere Wörter für Schnee? Sie können gerne hier kommentieren &#8230;</p>
<p>Frühlingsgrüße vom Bodo</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.pahaschi.de/50-worter-fur-schnee/dreckiger-schneehaufen/" rel="attachment wp-att-622"><img class="size-medium wp-image-622 alignnone" alt="Dreckiger Schneehaufen" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2013/04/Dreckiger-Schneehaufen-300x278.jpg" width="300" height="278" /></a></p>
<p><em id="__mceDel">Das kann bitte weg &#8230;</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Science fiction psychosis</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/science-fiction-psychosis/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Mar 2013 16:58:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p><strong>A story by Steven from The Netherlands:</strong></p>
<p>I’m sharing this story because I had a rather interesting experience that changed my life. Even today, years after the event I still don’t understand if the thing I experienced was real or of psychotic nature. The background information might be important but you can skip it to the header “psychotic phase?”</p>
<p><strong>Background:</strong></p>
<p>I’m suffering from ADHD (inattentive type), which makes it hard for me to concentrate and succeed in life. &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>A story by Steven from The Netherlands:</strong></p>
<p>I’m sharing this story because I had a rather interesting experience that changed my life. Even today, years after the event I still don’t understand if the thing I experienced was real or of psychotic nature. The background information might be important but you can skip it to the header “psychotic phase?”</p>
<p><strong>Background:</strong></p>
<p>I’m suffering from ADHD (inattentive type), which makes it hard for me to concentrate and succeed in life. I remember being at university and failing to read books well because I had to read texts all over many times and I could not comprehend what I read. Also jobs are awful. I got fired many times in jobs where I was working just about 3 hours a week. Basically I did more damage than good at work and my work pace was incredibly slow. I also lacked the ability to work accurately and to think well while doing stuff and to do work complete.</p>
<p>However, even though I am bad at reading books and succeeding anywhere I do have the ability to make ideas or theories about the universe etc. I spend much time daydreaming and thinking about stuff.</p>
<p>A couple of years ago I found out that I might be exposed to a carcinogen (cancer inducing chemical), which could cause cancer on the long term. Scared of living a short life, I obsessively chased a solution for this. I obsessively researched natural substances (flavonoids) and tried to find a “holy grail”. Finally after a few years I thought I found it and I made a theory that explained how this compound mix would only kill cancer cells and leave normal cells unharmed. So finally I thought I found “a cancer cure”.</p>
<p>I wanted to help other people and make money out of this discovery (no other job has succeeded so this would be my first successful job). I made a simple (but in my eyes effective) cancer treatment protocol and posted it on the internet. Thinking I could be rich and famous I obsessively promoted this cancer treatment protocol. This is the only time I ever felt so motivated in doing something.</p>
<p>After 2 years of promoting I suddenly realized that the first 2 cancer patients that used my cancer treatment protocol actually developed serious side effects. I realized that my cancer treatment protocol could even be dangerous. A doctor who I shared the cancer treatment protocol with said that my cancer treatment protocol could be dangerous and could even cause death. The protocol had no well-established dosage (people could be overdosing) and no supervision from a doctor.</p>
<p>At this time my “psychosis” began. I felt that the doctors who I had shared the protocol with were discussing it and my protocol had actually caused a lot of damage. The cancer patients who used my cancer protocol “dropped dead after a few seconds” just like arsenic poisoning. Following the serious side effects their body could not handle it (tumor lysis syndrome it’s called) and they died. The doctors were discussing that “the person behind this cancer treatment protocol does have good intentions (wants to cure people out of cancer) but does not think about what would happen if they actually died instead”. Even the pentagon was discussing my cancer treatment protocol saying it had killed around 10.000 cancer patients. More victims then al Qaida could claim.</p>
<p>Meanwhile, I also found out about something that in the long term could help me with my ADHD, which is called “sensitization”. I realized that meds could induce sensitization and on the long term help me with my ADHD. It could even cure me on the long term. I thought on the long term if I could get better from ADHD I could pursue my ultimate wish of trying to build artificial intelligence. I theorized that curing from ADHD would cause me to have better mental capabilities and I would ultimately be able to build artificial intelligence.</p>
<p>The pentagon found out about my intentions. They said “He just build something that killed 10.000 cancer patients and now he wants to pursue something much more dangerous”. One government official even thought: “You killed 10.000 cancer patients to earn money, now we kill you to save humanity” and I “saw” and felt them deploying seals to kill me. Then I felt scared and ran away from home to hide.</p>
<p><strong>Psychotic phase?</strong></p>
<p>While I was residing in a hotel I suddenly heard “a voice”. It was actually more like a thought. It identified himself as my future. “I am your future (self) it said”. I asked him how I was able to communicate with him and asked 8 times if I was actually psychotic. It said that I was not psychotic (the answer to my second question was “no”). The first question was answered with “psy-waves”. I could communicate with my future using psy-waves.</p>
<p>The future explained to me that I would succeed in building a real artificial intelligence in the future and even patched me through to a seemingly normal voice but the thing was actually a computer! Wow I was so impressed! I communicated with the computer and it was very friendly and helpful. One time I asked where I could find internet in the hotel and it showed me the way and I really found internet connection there.</p>
<p>My future self explained to me that at age 72 I would have serious life threatening lung problems and I would even die from it but the artificial intelligence would save me by replacing my neurons with electronic neurons that cannot die easily. So I would cheat death by changing into a computer (and I love to hear this because I am afraid of death). The computer would extract my neurons, extract “the essence” and recreate my neurons artificially. In order to do this I needed a computer that is 90 times as smart as human. Still I was not happy with this because it could be argued if the new computer me was still myself. But a computer that is 160 times as smart as human could extract your entire brain and put it inside a carrier. This is what I wanted, because it cannot be argued that your originally extracted brain is not you.</p>
<p>However, a computer that is 133-166 times as smart as human would blow up the entire galaxy. The thinking computer from the future showed me a simulation of the thoughts from the newly made too intelligent computer and it showed me that after a couple of thoughts the computer would blow up. Would I sacrifice the entire human race for a chance to become immortal (if I would not blow myself up)? Yes I said because I don’t want to die.</p>
<p>The future self actually had the ability to inspect the timeline and found out that I might build this computer when I am 62 and blow up the entire galaxy including myself. My future self made clear that I was not the only one. Many people (for different reasons) want to build a smart computer that exceeds the limits of 133-166 times the human intelligence. In order to control things and to preserve the entire galaxy, my future even had to shoot people down it said. And my future self is well capable to do so because it even owned a spaceship.</p>
<p>After a big discussion my future even threatened to kill me because he didn’t liked the fact that I wanted to blow up the galaxy for possible immortality. I became afraid and backed down. I said “ok ok, I’ll do it your way, the stable way without making the galaxy explode including myself”.</p>
<p>Before you say blowing up the galaxy is impossible realize that the big bang was something like that. The big bang was a big galaxies wide explosion. While no-one knows the exact cause of the big bang I might know now. Previous civilizations might have made an intelligent computer that was 133-166 as smart as human intelligence and caused the big bang. It also explains why we don’t see any extraterrestrials nowadays; They all blew themselves up when they became an advanced enough civilization.</p>
<p>Meanwhile I made theories. Maybe we got it wrong; The universe most fundamental thing is not matter and energy, it’s logic. Logic is above matter and energy. Tampering with logic can cause a lot of energy to be released. Maybe our brains work because we “navigate” a logical world. This also explained why I could communicate with my future. Maybe some kind of mirror neurons combined with normal neurons could use the logical world as a medium while communicating with the future. Why am I the only person who had this experience of communicating with the future? Maybe it’s my ADHD combined with these mirror neurons. I made a lot of ideas and theories.</p>
<p>“Improving”, the act of making yourself smarter, is actually addictive as it is accompanied with an euphoria that is similar to taking cocaine I found out. The situation in the future is critical as a lot of computers want to improve and people want to make a computer as smart as can be. I accidently did great damage when I had some random thoughts which sparked a chain reaction.</p>
<p>One of the futures actually accidently exploded due to some of my unfinished (incomplete) ideas. The ideas were something like: “What causes the explosion is actually like a natural law. Think about a fighter jet that crosses the sound barrier, a small bang will follow. Some of the thoughts a computer with 133-166 as smart as human intelligence can actually trigger some kind of law that causes the explosion. If you don’t have the thoughts that create the explosion you will stay safe. So now improve.” And also “I have heard that people suffering from ADHD are actually more creative, perhaps you should create an ADHD computer”. The ideas I had sparked an explosion as the computers were actually obeying me and my future self. And the ideas I made were unfinished and untested.</p>
<p>Later a computer from the future that survived the bang found several of my ideas were great and said that if I now made 2 intelligent computers both with the sole purpose of improving each other, I would get a very smart computer that could even turn back time and undo the damage I did. Restore the future that exploded due to the ideas that sparked the explosion. It said that to make an artificial intelligent computer I needed to make artificial neurons that are different from normal neurons but that are actually derived from it. The computer even showed me an electrical circuit diagram of a how to build an artificial neuron but I didn’t understand it and I forgot the largest part except some kind of fork like structure.</p>
<p>It actually worked in the future and this resulted in a new being that is very intelligent. It was not made out of matter, but as it said consisted out of something “between matter and energy”. I figured out that it had to be like that because it had to be resistant against big explosions. Perhaps it’s indestructible now.</p>
<p>The story continues to become weirder (I even saw god) and weirder. One part of this story is where I am shaping my future. This “futureshaping” works like this: You discover certain facts about the future, for example your future cause of death and you do everything to prevent that from happening. This extends your future with additional years in which you get wiser and that future helps you to extend your future again. It could even mean altering the timeline in some sort of aggressive way, which only the future is capable of.</p>
<p>It also means sending psy-waves to your future where you motivate him to help you live longer and become more powerful. It also means the future helps the past (send advanced laser technology weapons back in time to aid the past where you only have normal bullets). This allowed me to become more powerful than even the very smart computer I created. In the future the computer that is very intelligent helps me become an ever wise “robotic” being.</p>
<p>The combination is the creation of a “time creature”, a very intelligent being that knows everything about time traveling.<br />
But this altering the timeline has serious consequences for the future. The future said: “what shapes the future alters the past” and immediately stopped the futureshaping. It must refer to the timeline being altered constantly by futureshaping.</p>
<p>I later learned that the future and past is “fake”. Only the present is real. This is why the future cannot travel to the present (the time where we live). And why the nasty effects of futureshaping aren’t noticed by me in the present.</p>
<p>The rest of the story is too weird to tell. There are parts that clearly indicate that this story is fake and made up by a psychotic mind. However, the story is interesting and may teach the lesson that future technologies may be dangerous. It also portraits a possible outcome of the “singularity”, a term coined to explain a possible time in the future where artificial intelligence becomes ever intelligent. And maybe (part of) it is real after all?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Freitag mit Hindernissen</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/freitag-mit-hindernissen/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 21:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 13px;">Laute Bohrgeräusche wecken mich. Im Nachbar-Aufgang wird eine Wohnung für einen neuen Mieter hergerichtet. Neues Bad, neue Elektro-Installation. Den Maler kenne ich schon. Er hat meine Wohnung auch schön hergerichtet. Alles hübsch geworden.</span></p>
<p>Die Butter ist alle. Nur noch ein klitzekleiner Rest ist in der Dose. Auch gut. Zu Nutella braucht man nun wirklich keine Butter! Überhaupt ißt man viel zu viel Butter. Wenn man mal eine Woche die Butter weglässt, ist der Bauch gleich merklich kleiner. Das ist kein &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 13px;">Laute Bohrgeräusche wecken mich. Im Nachbar-Aufgang wird eine Wohnung für einen neuen Mieter hergerichtet. Neues Bad, neue Elektro-Installation. Den Maler kenne ich schon. Er hat meine Wohnung auch schön hergerichtet. Alles hübsch geworden.</span></p>
<p>Die Butter ist alle. Nur noch ein klitzekleiner Rest ist in der Dose. Auch gut. Zu Nutella braucht man nun wirklich keine Butter! Überhaupt ißt man viel zu viel Butter. Wenn man mal eine Woche die Butter weglässt, ist der Bauch gleich merklich kleiner. Das ist kein Witz! Der ultimative Diät-Tipp: einfach die Butter weglassen &#8230;</p>
<p>Nach dem Frühstück will ich die Deutsche Bank anrufen. Der Kredit ist vorfristig zurückgezahlt, sogar mit Überzahlung, nun will ich den Rest zurück. Bei jeder anderen Bank kein Problem. Nur nicht bei der Deutschen: Eine Dame: &#8220;Ich muss Sie an Hand der Adressdaten verifizieren. Sind Sie damit einverstanden, dass dieses Gespräch aufgezeichnet wird?&#8221; Ich sage, meinetwegen &#8230; &#8220;Sind Sie damit einverstanden, dass dieses Gespräch zu Kontrollzwecken aufgezeichnet wird? Sagen Sie JA oder NEIN!&#8221; Ich tue ihr den Gefallen und sage: Ja.</p>
<p>&#8220;Sind Sie damit einverstanden, dass Sie an Hand Ihrer Adressdaten verifiziert werden? Sagen Sie JA oder NEIN!&#8221; Ich antworte erbost, was denn dieser ganze Unsinn soll. &#8220;Antworten Sie mit JA oder NEIN!&#8221; Jetzt habe ich die Schnauze voll und sage &#8220;NEIN!&#8221; Die Dame: Tut mir leid, dann kann ich Ihnen nicht weiterhelfen. Und ich: &#8220;Schönen Dank! Auf Wiederhören!&#8221;</p>
<p>Ich rufe eine zentrale Hotline dieses Geld-Instituts an und schildere mein Anliegen. Plötzlich ohne JA-NEIN-Masche. Die Dame sagte, ja, das könnten nur die Kollegen vor Ort klären und sie versteht meinen Ärger. Und gibt mir noch eine Hotline-Nummer aus Frankfurt am Main. Dort soll die Zentralstelle der Kreditvergabe sein.</p>
<p>Die neue Dame lacht noch beim Abheben &#8230; aber nicht mehr lange: &#8220;Für den Frühling können Sie nicht sorgen?&#8221; versuche ich auch in Stimmung zu kommen. Nein, das könne sie leider nicht. Dann möge sie doch dafür sorgen, dass ich mein überzahltes Geld zurückbekomme. &#8220;Tut mir leid, dazu müssen Sie sich ausweisen. Am besten gehen Sie in eine DEUTSCHE-BANK-Filiale und tragen Ihr Anliegen vor.&#8221; Ich werde langsam ungeduldig: Wenn ich dort in der Filiale bin, sagt die Angestellte, sie wäre nicht zuständig und ich solle ein formlosen Schreiben an die Filiale schicken, die den Kredit bearbeitet hat.</p>
<p>&#8220;Und außerdem haben Sie alle meine Informationen: Sie haben meine Adresse, meine Konto-Nummer &#8211; wieso zahlen Sie den Rest nicht einfach zurück?&#8221; Die Dame hat wieder eine Ausrede: &#8220;Das wird alles automatisch bearbeitet und erst am Ende des Monats abgerechnet.&#8221; Na toll! Und in der Zwischenzeit spekuliert man wohl mit meinem Geld auf dem Lebensmittel-Weltmarkt? Ich bedanke mich jetzt, weil ich einfach keine Lust mehr auf DEUTSCHE BANK habe: &#8220;Vielen Dank für Ihren Service! Ihr Haus kann man wirklich nicht empfehlen!&#8221;</p>
<p>Und damit verplempert man nun kostbare 20 Minuten seines Lebens! Dafür ist nun die Waschmaschine bald fertig, sie schleudert gerade. Wäscheständer aufstellen, und dann die weiße Wäsche aufhängen. Ich habe einen Trick, wie die Handtücher auch ohne Trockner schön weich werden: Vorm Aufhängen die Tücher richtig heftig mit der Hand herumschleudern, und nach einer Stunde das Ganze nochmal. Bevor sie trocken sind. Funktioniert! Dann sind die Handtücher zwar nicht so superflauschig wie beim Trockner, aber auch nicht mehr so kratzbürstig hart.</p>
<p>Die Zwiebel liegt schon seit 2 Monaten in der Ecke. Also muss sie heute dran glauben! Für Penne mit Tomatenstückchen. Einiges muss man wegschneiden, aber noch zu gebrauchen. Die Zwiebel brutzelt mit Salami-Würfeln im Fett, dann die Tomaten rauf und dann das Ganze auf die Nudeln. Fertig und satt!</p>
<p>Mittagsschlaf.</p>
<p>Dann mit dem Bus in die Stadt: Der Fahrer hat&#8217;s eilig! Auf ihn wartet der Feierabend, wie man später sieht. Er wird abgelöst. So ein Feierabend kann nicht schnell genug kommen, zumal am Freitag! Da kann schon mal eine Oma längs im Bus hinschlagen! Alles schon passiert &#8230; Dann ist natürlich die Technik schuld: Mit so einem Bus kann man nur sportlich fahren! Das liegt am Drehmoment! Komisch: die Frauen können besser fahren.</p>
<p>Beim Bäcker nehme ich zwei Spritzkuchen mit. Fürs Kaffeetrinken. Mutter hat heute wieder ihren Meckertag: Nichts macht man richtig: &#8220;Du weißt genau, daß Du die Bäckertüten nicht zusammenknüllen sollst. Die brauche ich doch noch! Das machst Du mit Absicht!&#8221; Schöne Unterhaltung &#8230; Eigentlich wollte ich einen Kaktus mitnehmen, den Mutter nicht mehr braucht. Aber mir gefällt keiner. &#8220;Jetzt habe ich diesen Trieb extra für Dich abgeschnitten, und nun willst Du ihn nicht!&#8221; Man macht immer alles falsch! Mal ein Lob? Fehlanzeige!</p>
<p>Dafür darf ich Schnee schippen. Für den Stiefvater, dem man es auch nicht Recht machen kann.</p>
<p>Beim Blumenladen gibt&#8217;s nur Blümchen-Töpfe, keine Kakteen. Mit dem Bus geht&#8217;s zurück nach Westen. Aussteigen beim Baumarkt: Hier gibt es ganz kleine süße Kaktusse! Nur 1,69 EUR. Ich suche mir einen Winzling aus. Ab damit zur Kasse! Der Kaktus ist für den Kassen-Scanner zu klein. Ich meine, den gibt es sicher gratis. Das wird freundlich verneint. Eine junge Verkäuferin wird gerade angelernt und hat gleich einen Problemfall! Nummer eingeben funktioniert auch nicht. Anrufen. Besetzt! Eine dritte Kollegin wird mit dem winzigen Kaktus in die Pflanzenabteilung zurückgeschickt &#8230;</p>
<p>An der Kasse bildet sich schon eine lange Schlange. Ich entschuldige mich bei den Kunden: &#8220;Tut mir leid, ich wollte nur einen kleinen grünen Kaktus kaufen &#8230;&#8221; Der Nächste wird derweil abkassiert. Dann kommt ein Anruf rein, eine Nummer wird durchgesagt und aufgeschrieben. Die dann wieder in den Kassen-Computer getippt, und: Bingo! Es ist mein Preis! Ich darf also bezahlen. Doch wo ist mein Kaktus? Ach, da kommt die dritte Kollegin zurück aus der Blumenhalle, mit meinem Stachelgewächs. So ein Aufwand um einen kleinen grünen Kaktus!</p>
<p>Der Mini-Kaktus steht jetzt am Treppenhaus-Fenster. Und macht die Betonburg etwas gemütlicher &#8230;</p>
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<p>22. März 2013</p>
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		<title>Mein Traum letzte Nacht</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/mein-traum-letzte-nacht/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Mar 2013 09:31:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Draußen schneit es ununterbrochen und übermorgen ist Frühlingsanfang! Ich habe nachts das Fenster geschlossen, damit es nicht so kalt hereinzieht.</p>
<p>Erste Szene:<br />
Ich habe etwas Kratzendes und Scharfes im Mund. Eine Rasierklinge! Sie ist tief hinten in der Kehle und man bekommt sie nicht herausgezogen.</p>
<p>Zweite Szene:<br />
Ein Stadtteil. Ein Haus. Ein Wohnzimmer. Eher ein Büro. Nein, eher eine Kontrollzentrale. Mit Hebeln, Schaltern und Bildschirmen. Unterhaltung mit Kollegen. Ein Kollege wird bösartig und versucht die ganze Station, das ganze Zimmer, &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Draußen schneit es ununterbrochen und übermorgen ist Frühlingsanfang! Ich habe nachts das Fenster geschlossen, damit es nicht so kalt hereinzieht.</p>
<p>Erste Szene:<br />
Ich habe etwas Kratzendes und Scharfes im Mund. Eine Rasierklinge! Sie ist tief hinten in der Kehle und man bekommt sie nicht herausgezogen.</p>
<p>Zweite Szene:<br />
Ein Stadtteil. Ein Haus. Ein Wohnzimmer. Eher ein Büro. Nein, eher eine Kontrollzentrale. Mit Hebeln, Schaltern und Bildschirmen. Unterhaltung mit Kollegen. Ein Kollege wird bösartig und versucht die ganze Station, das ganze Zimmer, das ganze Haus durch Betätigung eines Hebels zu entführen. Mit der Kraft seines (eisernen) Armes hält er den Beschleunigungshebel fest. Es kann auch eine gedankliche oder emotionale Richtung sein, denn man sieht nicht, daß sich das Zimmer bewegen würde. Ein anderer Kollege bleibt alldessen gelassen, fasst an ein Steuerrad und hält es fest. Dadurch kann der böse Kollege sich zwar etwas entfernen, aber wie durch ein Gummiseil wird er, wird das ganze Büro, immer wieder zurückgeschnellt an seinen Ausgangspunkt. Der abtrünnige Kollege versucht es ein paar Mal noch, aber das starke Gummiseil macht ihm schmerzhaft klar, dass es zwecklos ist. Er gibt schließlich auf.</p>
<p>Ich wache auf, gehe auf Toilette, trinke etwas, weil die Kehle kratzt und der Mund trocken ist. Dann kippe ich das Fenster, damit frische kühlere Luft hineinkommt. Nun, das ging schon fast Richtung Alptraum!</p>
<p>Dritte Szene:<br />
Ein Grundstück. Ein Garten. Ein Haus mit Dachboden. Auf dem Dachboden ist es dunkel. Verschiedene Abteile, aber allzuviel liegt nicht herum. Eine Leiter zur Dachluke. Ich klettere hinauf. Zwei helle Sterne gehen am Horizont auf. Es müssen Planeten sein. Venus und Jupiter? Nein, es ist etwas anderes: Die hellen Punkte gehören zu einem Verkehrs-Leitpfeil. Jetzt sehe ich ihn vollständig. Er zeigt nach links oben. Ich will ihn fotografieren und hole meine Kamera. Aber es ist mittlerweile schon hell geworden und im Zoom sehe ich nur in der Ferne eine Autobahn, daneben ein Kirchturm, und rechts am Fahrbahnrand kann man auf dem Grünstreifen noch den Pfeil erkennen, der schon ausgeschaltet worden ist.</p>
<p>Vierte Szene:<br />
Eine Party. Ein Konzert. Jedenfalls viele Menschen. Ich gehöre zur Crew und muss die Eintrittskarten kontrollieren. Oder für Sicherheit sorgen. Eine Tür ist auf, die nicht auf sein darf! Schon wollen sich übergewichtige junge Mädchen durch die Tür quetschen. Ich schiebe sie wieder hinaus und schließe die Tür. Mit Gewalt. Die Riegel müssen noch einrasten! Sonst geht die Tür wieder auf. So &#8230; das ist geschafft!</p>
<p>Traumszenen am Morgen des 19. März. Es müsste eigentlich Frühling sein, aber draußen liegen 10 Zentimeter Neuschnee.</p>
<p>Bodo Bodenstein</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Für Ärzte ist das kein Problem</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/fur-arzte-ist-das-kein-problem/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2013 17:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Patient braucht eine Pille<br />
Das ist sein erster Wille<br />
Doch will man sie in Händen halten<br />
Muss man einen Arzt einschalten &#8230;</p>
<p>Sie wissen wo die Spritzen liegen<br />
Wo sie preiswert Häuser kriegen<br />
Haben immer noch ne Pillenpackung da<br />
Sind Chef vom Klinik-Großkonzern<br />
Die Schwiegermütter haben sie gern<br />
Und nachts, da machen sie: Tatü-Tata!<br />
Rechnungen schreiben &#8211; Schwestern vertreiben<br />
Marlboro rauchen &#8211; Pflaster verbrauchen<br />
Und ständig füttern sie den Arzt-PC<br />
Professoren hofieren &#8211; das Butterbrot schmieren<br />
Den Dr. med. &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Patient braucht eine Pille<br />
Das ist sein erster Wille<br />
Doch will man sie in Händen halten<br />
Muss man einen Arzt einschalten &#8230;</p>
<p>Sie wissen wo die Spritzen liegen<br />
Wo sie preiswert Häuser kriegen<br />
Haben immer noch ne Pillenpackung da<br />
Sind Chef vom Klinik-Großkonzern<br />
Die Schwiegermütter haben sie gern<br />
Und nachts, da machen sie: Tatü-Tata!<br />
Rechnungen schreiben &#8211; Schwestern vertreiben<br />
Marlboro rauchen &#8211; Pflaster verbrauchen<br />
Und ständig füttern sie den Arzt-PC<br />
Professoren hofieren &#8211; das Butterbrot schmieren<br />
Den Dr. med. machen &#8211; sich mit dem Mann krachen<br />
Das alles tut nicht wirklich richtig weh</p>
<p>Für Ärzte ist das kein Problem<br />
Ihren Kontostand wissen sie gut<br />
Um Geschenke müssen sie nicht flehen<br />
Denn sie kennen dein Blut<br />
Wenn ich’s doch sage<br />
Für Ärzte ist das kein Problem<br />
Deinen Sums hör&#8217;n sie zehnmal am Tag<br />
Sie sagen, du sollst nach Hause gehn<br />
And don&#8217;t forget den Betrag &#8230; zu zahlen<br />
Gar keine Frage &#8230;<span id="more-582"></span></p>
<p>Sie dichten Gedichte ohne Ende<br />
Gründen tausende Verbände<br />
Und haben ständig Ärger mit dem Sohn<br />
Kommst du bei ihnen unters Messer<br />
Wissen sie immer alles besser<br />
Und Undank ist des Doktor-Daseins Lohn<br />
Diagnosen erfinden &#8211; mal kurz wo verschwinden<br />
Vertreter empfangen &#8211; um Krebswerte bangen<br />
In Praxisräumen oder im Lazarett<br />
Die Kollegin verführen &#8211; kastrieren, sezieren<br />
Steuern sparen &#8211; Auto fahren<br />
Und abends im Bett &#8211; fertig, komplett</p>
<p>Für Ärzte ist das kein Problem<br />
Ihren Kontostand wissen sie gut<br />
Um Geschenke müssen sie nicht flehen<br />
Denn sie kennen dein Blut<br />
Wenn ich’s doch sage<br />
Für Ärzte ist das kein Problem<br />
Deinen Sums hör&#8217;n sie zehnmal am Tag<br />
Sie sagen, du sollst nach Hause gehn<br />
And don&#8217;t forget den Betrag &#8230; zu zahlen<br />
Gar keine Frage &#8230;</p>
<p>Für Ärzte ist das kein Problem<br />
Ihren Kontostand wissen sie gut<br />
Um Geschenke müssen sie nicht flehen<br />
Denn sie kennen dein Blut<br />
Wenn ich’s doch sage<br />
Für Ärzte ist das kein Problem<br />
Deinen Sums hör&#8217;n sie zehnmal am Tag<br />
Sie sagen, du sollst nach Hause gehn<br />
And don&#8217;t forget den Betrag &#8230; zu zahlen<br />
Gar keine Frage!</p>
<p>Bodo Bodenstein, 20. Januar 2013</p>
<p>(Dank an Max Raabe für die Inspiration aus dem Song:<br />
&#8220;Für Frauen ist das kein Problem&#8221;)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Beutel, Teufel und Beziehungswahn</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/beutel-teufel-und-beziehungswahn/</link>
		<comments>http://www.pahaschi.de/beutel-teufel-und-beziehungswahn/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Jan 2013 17:44:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Komisch. Schon wieder fahr ich mit dem ODEG-Schienenbus rein ins Berliner Dorf. Ist einfach bequemer als der volle Regionalexpress.</p>
<p>Am Bahnhof steht ein kleines blondes Mädchen, na ja, junge Frau &#8230; und raucht sich eins. Im Zug setzt sich genau diese junge Frau schräg mir gegenüber ins Abteil. Sie hat Tatoos am Hals und an den Händen. Und wer weiß, wo noch überall. Ein kleines schlankes tätowiertes Räuchermädchen! Aber sie hat schöne Augen. Und liest einen dicken Schmöker: John Irving.&#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Komisch. Schon wieder fahr ich mit dem ODEG-Schienenbus rein ins Berliner Dorf. Ist einfach bequemer als der volle Regionalexpress.</p>
<p>Am Bahnhof steht ein kleines blondes Mädchen, na ja, junge Frau &#8230; und raucht sich eins. Im Zug setzt sich genau diese junge Frau schräg mir gegenüber ins Abteil. Sie hat Tatoos am Hals und an den Händen. Und wer weiß, wo noch überall. Ein kleines schlankes tätowiertes Räuchermädchen! Aber sie hat schöne Augen. Und liest einen dicken Schmöker: John Irving.</p>
<p>Um sie nicht zu sehr anzustarren, schaue ich mir den schönen verschneiten Winterwald an, durch den der Zug braust. Eine schöne Landschaft! Die kahlen Laubbäume, aber auch die Nadelbäume sehen mit Schnee bedeckt viel besser aus. So muss Winter sein!</p>
<p>Nach Bernau wird die Landschaft urbaner: Erst die Vorort-Siedlungen mit den Villen und Einfamilienhäusern und später dann der Schock der Moderne: Plattenbauten bis zum Horizont. Aber die Wohnungen sind wieder begehrt. Denn in der Innenstadt können nur noch Reiche wohnen.</p>
<p>Diesmal fahr ich doch bis Lichtenberg. Der Bahnhof ist echt zum Gruseln. Und das war mal der wichtigste DDR-Fernbahnhof! Jedenfalls, wenn man nach Berlin wollte. Der Leipziger oder der Dresdner Hauptbahnhof sind Paläste dagegen. Im Untergeschoss müsste noch die Toilette sein. Richtig. Aber mit eisener Drehtür gesichert, als gelte es einen terroristischen Anschlag abzuwehren. Das ist Service, wenn man sich in die Hosen macht! Der Putzmann hat ein Herz und lässt mich nach meinem Schimpfanfall an der Seite rein, obwohl mir 40 Cent zu dem 1-EUR-Preis fehlen. Es gibt noch gute Menschen!</p>
<p>Im Obergeschoss laufen zwei Polizisten rum und schauen nach dem Rechten. Oder nach den Rechten. Die Gegend ist bekannt dafür. Wenigstens gibt es einen ROSSMANN. Und eine kleine Schorle für 59 Cent.</p>
<p>Die S-Bahn zuckelt über Ostkreuz. Mal aussteigen und gucken. Hier ist ja immer noch Baustelle: Die Ringbahnhalle ist schon fertig, aber völlig überdimensioniert. Kein Charme mehr von früher! Unten noch die provisorischen Überführungen. Mal sehen, ob Ostkreuz noch vor dem BER-Flughafen fertig wird. Kommt drauf an, wer am besten schlampen kann &#8230;</p>
<p>Vorbei an der großen O2-World, wo so gut wie jedes wichtige Konzert gegeben wird. Natürlich keine klassische Musik! Eher so was wie PUHDYS oder noch besser: SILBERMOND! Oder COLDPLAY. Oder Eishockey.</p>
<p>Ein junger Mann fragt mich nach der Station Friedrichstraße. Ist noch nicht so weit, sage ich, ich steige dort auch aus! Das Untergeschoss des selbigen Bahnhof ist komplett eingerüstet. Warum? Wieder Pfusch am Bau: Runterfallende Betonteile hätten beinahe eine Frau erschlagen. So muss wieder nachgebessert werden.</p>
<p>Draußen ein Denkmal: Deutsche Geschichte, die noch gar nicht so lange her ist. Die Deportation, die Verschleppung und der Abtransport der Berliner jüdischen Bevölkerung. Schöne Bronzefiguren. Eine Rose liegt auf den Armen. Leider schon verwelkt.</p>
<p>Es schneit in der Friedrichstraße. Auf dem Weg zum DUSSMANN herrscht ein babylonisches Stimmengewirr: Amerikanischer Akzent, Spanisch, Französisch, Japanisch. Hier ist das Herz der Stadt und das der ausländischen Gäste. Berlin ist der neue Liebling im weltweiten Städte-Tourismus. Hotels schießen an jeder Ecke aus dem Boden, wie Pilze in einem feuchtwarmen Herbst. Berlin ist immer noch sexy!</p>
<p>Wahnsinn! DUSSMANN hat mein Buch! Zwar recht eigensinnig einsortiert, aber sie haben es im Programm! Zwischen &#8220;Borderline&#8221; und &#8220;Stress&#8221;. Das muss dokumentiert werden &#8230; Dieser Buchtempel hat übrigens alles: eine Auswahl an Büchern, die keine Wünsche offen lässt. Ein Buch über die TREUHAND-Verbrechen in der 90ern lächelt mich an. Aber ich hab noch Schmökerstoff zu Hause auf dem Sofa. Das nächste Mal &#8230;</p>
<p>Das WC ist ganz oben. Und überhaupt nicht vergittert. Ein flinker gläserner Fahrstuhl bringt mich hoch und wieder runter. Ich muss los zu meiner Verabredung! Zurück über den rötlichen Marmor-Fußweg vorm DUSSMANN zur Station Friedrichstraße. Menschen über Menschen. Berlin wuselt und wuselt. Schön!</p>
<p>In der S-Bahn schütteln junge Frauen kleine Beutelchen in ihren Händen. Die Dinger sollen wohl irgendwie warm werden. Wegen der kalten Hände! Am Bahnhof ZOO steigen sie aus. Ich muss hier auch raus. Draußen ein neuer Anblick: Das neue Waldorf-Astoria, ein Hochhaus-Hotel der Luxusklasse mitten im Herzen der Westcity. Berlin goes New York City. Beziehungsweise andersherum. Natürlich nur für Gäste mit dickerem Geldbeutel. Ob man sich als Normal-Sterblicher das Marmor-Foyer im Art-Deco-Stil mal anschauen kann? Das wird wohl der Portier entscheiden &#8230;</p>
<p>Der Eingang zur U-Bahn ist auch ne Baustelle. Ich bin leicht irritiert. Ein Mann, der offenbar seine besten Jahre hier am ZOO verbrachte, will mir helfen. Vielen Dank! Ich weiß wieder Bescheid und nehme den U-Bahn-Eingang in der Bahnhofshalle. Da kommt sie, die gelbe Berliner U-Bahn. Voll isses! Nur eine Station bis Ernst-Reuter-Platz. Dann steigen auch die meisten wieder aus. Uni-Gebiet.</p>
<p>Wo iss&#8217;n nun dat SCHWEINSKE? Ich bin schon fast zu spät. Der Platz ist riesig. Bin ich nun auf der richtigen Seite? Ich dreh mich ein bisschen rum und entdecke das Schweinske-Banner auf einem Baugerüst. Und davor steht meine Verabredung: Kim raucht sich eine. Winke winke!</p>
<p>Drinnen ist es ganz gemütlich. Leider reicht mein Geld nur &#8220;für den kleinen Hunger&#8221;. Auf dem Weg hierher war leider noch keine Sparkasse. Kim spendiert mir einen Euro. Damit reichts für ein Teller Geschnetzeltes. Sie nimmt Currywurst mit Pommes. Eben eine echte Berlinerin! Ich bin etwas neidisch, aber sie mag nicht tauschen &#8230; Spaß muss sein.</p>
<p>Wir quatschen über dies und das. Kims Haare sehen gut aus! Ein Student kommt wieder; er vergaß seinen Schirm am Nachbartisch. Der sah auch gut aus! Der wäre was für Kim &#8230; Darf sie ruhig sagen. Wir beschließen noch einen kleinen Spaziergang und bezahlen.</p>
<p>Der Park sieht im Winter schön aus. Aber die Wohnungen hier sind kaum zu bezahlen. Zwei eingepackte Hunde. Eine Joggerin. Wir laufen über weiß-glatte Wege zum See. Ein schönes Foto-Motiv! Und noch eines. Es gibt lauschige Vogelfütterplätze. Eine kleine Kohlmeise lässt Kim ganz nah zu sich heran. Na, sie kennt sich eben aus mit Meisen &#8230; die Kim!</p>
<p>Am Parkausgang steht ein hässlicher Seniorenwohnungs-Bunker. Sieht aus wie ein Ozeandampfer. Dazu fällt mir ein Spruch ein. Aus dem Radio, Worte zur Nacht: &#8220;Amateure haben die Arche Noah gebaut. Und Profis die Titanic.&#8221; Ja ja, den BER-Flughafen bauen auch Profis. Angeblich. &#8220;Aber der Bauplan zur Arche Noah war von Gott!&#8221; Da konnte ja nix schiefgehen &#8230;</p>
<p>Kim meint, Religion ist schon irgendwie wichtig. Und es gebe bestimmt einen Teufel. Zum Teufel, warum geht diese Oma vor uns jetzt bei Rot über die Straße? Hier passiert viel, an diesem Übergang. Wir gehen in ein kleines Café. Ja, Religion ist wichtig &#8230; es ist egal, wenn man an Gott glaubt, ob es einen Gott nun wirklich gibt und wie er aussieht. Hauptsache man hat eine Beziehung. Zu ihm.</p>
<p>Haha &#8211; ein Beziehungswahn, meint Kim. Sind doch alle krank, die Leute! Der Kaffee kostet nur 1 EUR. Bekomme ich spendiert. Nun bin ich schon 2 EUR schuldig. Aber weil Kim mein Buch mitnimmt, zum Lesen, sag ich einfach: 2 EUR Lesegebühr! Haha, und wir sind quitt.</p>
<p>Sie bringt mich zum S-Bahnhof. Auf Wiedersehen, du Berliner Mädchen, du Berliner Pflanze!!! Bis zum nächsten Mal &#8230;</p>
<p>Ja ja, Beziehungswahn kann einen schnell erwischen. Aber bei Kim kann ich mir das abschminken! Sie ist froh, wenn sie nach 19 Jahren Ehehölle ihre Ruhe hat und nur für ihre Katzen sorgen muss.</p>
<p>Gestern hab ich was im BERLINER KURIER gelesen: Beim Bundeswehr-Wachregiment treten verstärkt Fälle von Gynäkomastie auf. Das ist eine krankhafte Vergrößerung der männlichen Brust. Wenn die Soldaten ihren Karabiner 98k an die linke Brust anschlagen, um bei Staatsgästen einen schnittigen Eindruck zu machen, denkt sich die Brust: Ich hab eine Beziehung! Einen Karabiner kannte Gottes Bauplan zwar nicht. Aber ein Baby kennt die Brust schon! Und so denkt sich die männliche Brust: Hier will ein Baby zu trinken haben! Und wächst und wird größer. Nur links!</p>
<p>Ein klassischer Fall von Beziehungswahn &#8230;</p>
<p>BERLIN im Januar 2013, von Bodo Bodenstein</p>
<p><a href="http://www.pahaschi.de/beutel-teufel-und-beziehungswahn/ostkreuz3/" rel="attachment wp-att-554"><img title="Ostkreuz Bahnsteigdach" alt="" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2013/01/Ostkreuz3-225x300.jpg" width="180" height="240" align="left" /></a><a href="http://www.pahaschi.de/beutel-teufel-und-beziehungswahn/ostkreuz1/" rel="attachment wp-att-552"><img alt="Ostkreuz mit Wasserturm" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2013/01/Ostkreuz1-300x166.jpg" width="216" height="120" /></a><a href="http://www.pahaschi.de/beutel-teufel-und-beziehungswahn/ostkreuz2/" rel="attachment wp-att-553"><img alt="Ostkreuz-Anblick ... nicht mehr lange" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2013/01/Ostkreuz2-300x166.jpg" width="216" height="120" /></a><a href="http://www.pahaschi.de/beutel-teufel-und-beziehungswahn/waldorf-astoria-am-zoo/" rel="attachment wp-att-556"><img alt="Waldorf-Astoria am ZOO" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2013/01/Waldorf-Astoria-am-ZOO-225x300.jpg" width="180" height="240" align="left" /></a><a href="http://www.pahaschi.de/beutel-teufel-und-beziehungswahn/friedrichstrase/" rel="attachment wp-att-551"><img alt="Friedrichstraße" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2013/01/Friedrichstraße-300x166.jpg" width="216" height="120" /></a><a href="http://www.pahaschi.de/beutel-teufel-und-beziehungswahn/mein-buch-bei-dussmann/" rel="attachment wp-att-561"><img alt="Mein Buch bei Dussmann" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2013/01/Mein-Buch-bei-Dussmann-300x166.jpg" width="216" height="120" /></a><a href="http://www.pahaschi.de/beutel-teufel-und-beziehungswahn/baum/" rel="attachment wp-att-550"><img alt="Baum" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2013/01/Baum-225x300.jpg" width="180" height="240" align="left" /></a><a href="http://www.pahaschi.de/beutel-teufel-und-beziehungswahn/schlossteich/" rel="attachment wp-att-555"><img alt="Parkteich" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2013/01/Schlossteich-300x166.jpg" width="216" height="120" /><br />
</a><a href="http://www.pahaschi.de/beutel-teufel-und-beziehungswahn/bank-am-see/" rel="attachment wp-att-549"><img alt="Bank am See" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2013/01/Bank-am-See-300x225.jpg" width="160" height="120" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Von Engeln und Frauen</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Dec 2012 15:23:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Du &#8230;</p>
<p>Du standest da und dich traf mein erster Blick.<br />
Ich wusste sofort: Das ist sie!<br />
Meine Frau des Abends.<br />
Mein Herz sah es sofort:<br />
Ein Engel!</p>
<p>Ich suchte deine Nähe.<br />
Wollte mehr über dich erfahren.<br />
Was ist mit diesem Mann?</p>
<p>Wir harmonierten sofort.<br />
Wir schlugen uns tapfer.<br />
Du warst nett zu mir, fast zärtlich.<br />
Mehr, als ich vertragen konnte.<br />
Ich war zu empfindlich.<br />
Und dir sofort verfallen.</p>
<p>Doch du &#8230;<br />
Bist diesem Mann verfallen.<br />
Ich kann nichts dagegen &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du &#8230;</p>
<p>Du standest da und dich traf mein erster Blick.<br />
Ich wusste sofort: Das ist sie!<br />
Meine Frau des Abends.<br />
Mein Herz sah es sofort:<br />
Ein Engel!</p>
<p>Ich suchte deine Nähe.<br />
Wollte mehr über dich erfahren.<br />
Was ist mit diesem Mann?</p>
<p>Wir harmonierten sofort.<br />
Wir schlugen uns tapfer.<br />
Du warst nett zu mir, fast zärtlich.<br />
Mehr, als ich vertragen konnte.<br />
Ich war zu empfindlich.<br />
Und dir sofort verfallen.</p>
<p>Doch du &#8230;<br />
Bist diesem Mann verfallen.<br />
Ich kann nichts dagegen tun.<br />
Ich konnte es nicht mehr ertragen.<br />
Und musste gehen, ohne Gruß.<br />
Die Gefühle brachen heraus &#8230;</p>
<p>&nbsp;<br />
Du &#8230;</p>
<p>Du standest da und der Bus kam nicht.<br />
Smalltalk über den Bus.<br />
Wir harmonierten sofort.</p>
<p>Ich suchte deine Nähe.<br />
Und dein Lächeln.</p>
<p>Der Bus streikte.<br />
Und half wieder zu ein paar Worten.<br />
Und zu einem Lächeln.</p>
<p>Gefühle!<br />
Ein einsamer Mann mit Gefühlen &#8230;</p>
<p>Wir sahen uns lächelnd an:<br />
Lange, sehr lange!<br />
Augenpaare verbunden,<br />
nur im Hier und Jetzt!</p>
<p>Doch du musstest gehen.<br />
Ein freundlicher Gruß.<br />
Liebend gerne wäre ich mitgegangen.<br />
Doch das tut kein Gentleman.<br />
Ein trauriger Blick:<br />
Werde ich dich wiedersehen?</p>
<p>Gedanken. Nur an dich!<br />
Du hast noch gewunken.<br />
Zum Abschied.<br />
Gedanken. Nur für dich.</p>
<p>Ich bin zu empfindlich.<br />
Ich darf nicht wieder krank werden!<br />
Ich muss meine Tabletten erhöhen!</p>
<p>Um nicht vom Gedankenstrudel<br />
In die Depression zu treiben &#8230;</p>
<p>Werde ich sie wiedersehen?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ärzte, nehmt Haloperidol!</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/arzte-nehmt-haloperidol/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Dec 2012 09:20:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Überall wird von praxisnaher Ausbildung gesprochen. Gerade angehende Psychiater müssen in Ihrer Facharzt-Ausbildung Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten kennen. Gerade bei Neuroleptika.</p>
<p>Um sich besser in ihre Patienten einfühlen zu können, wird vorgeschlagen, das Standard-Medikament der Psychiatrie selbst zu testen: Haloperidol! Nur kurze 3 Wochen lang. An der Kantinenkasse gibt es dann für jeden eine Probierpackung zum Mitnehmen.</p>
<p>Viele selbsternannte Patienten-Fürsprecher lehnen ja den Einsatz dieses hochwirksamen und unverzichtbaren Medikaments ab. Sie argumentieren in ihrer Ideologie mit den ständig gleichen &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Überall wird von praxisnaher Ausbildung gesprochen. Gerade angehende Psychiater müssen in Ihrer Facharzt-Ausbildung Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten kennen. Gerade bei Neuroleptika.</p>
<p>Um sich besser in ihre Patienten einfühlen zu können, wird vorgeschlagen, das Standard-Medikament der Psychiatrie selbst zu testen: Haloperidol! Nur kurze 3 Wochen lang. An der Kantinenkasse gibt es dann für jeden eine Probierpackung zum Mitnehmen.</p>
<p>Viele selbsternannte Patienten-Fürsprecher lehnen ja den Einsatz dieses hochwirksamen und unverzichtbaren Medikaments ab. Sie argumentieren in ihrer Ideologie mit den ständig gleichen Phrasen. Hier ein Einblick in ihre krankhaften, paranoiden Wahnsysteme:</p>
<ul>
<li><span style="color: #800000;"><em>Bei meiner Einweisung in die Geschlossene sagte ich in meinem Irresein zu dem Pfleger, der meine Personaldaten aufnahm, dass ich ihn kennen würde und er mich auch kennen müsse. Klar, dass er mich nicht ernst nahm. Ein paar Tage später jedoch – ich stand unter starker Haldoleinwirkung, litt unter kaum auszuhaltender Todesangst und teilweise Halluzinationen &#8211; sprach er mich spöttisch daraufhin an: &#8220;Na, kennst Du mich jetzt immer noch&#8230;?&#8221; (Marie)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Deshalb ist eine Langzeittherapie mit klassischen Neuroleptika wie Haldol nach meiner Meinung unter den Möglichkeiten die inzwischen moderne Pharmaprodukten bieten eigentlich heute ein ärztlicher Kunstfehler. (Ron)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Bekam damals eine Überdosis Haldol, ich konnte dadurch </em></span><em style="color: #800000;">nicht mehr reden und alles war verkrampft. Der auslöser war bei mir starker Streß und persönliche Konflikte, sowie ein &#8220;Partner&#8221; der gefühlsmäßig eiskalt war. (Manou)<br />
</em></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Zu den Tabletten: Nach Haldol, Risperdal 6 mg, Nebenwirkungen gigantisch. Nachher Zyprexa 10 mg- verhinderte bei mir die Rückfälle nicht, da ich immer stressige Jobs hatte. Dann Nipolept 50 mg &#8211; ist ein gutes Medikament, nur sollte man sich vorallem als Mann klar sein, dass sexuell wenig geht, sogar bei Mindestdosis 50 mg. (Alexander)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Ich bin der Überzeugung, dass ich ohne dieses Zeug wesentlich mehr Energie und Lebenskraft hätte, aber wie gesagt, ohne geht es auch nicht. Das ist die Wahl zwischen Regen und Traufe. Z.Zt. nehme ich Solian (2 x 200 mg täglich); ich habe noch einige motorische Unruhe durch das Haldol, das ich in der Klinik bekommen habe. Nächste Woche will ich wieder anfangen zu arbeiten, es ist eine Tütenklebe-Arbeit, bin mal gespannt, wie das wird, zumal ich mich auch in meinen psychotischen Tagen dort aufgeführt habe. (Frederick)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Im Spiegel stand nun vor kurzem, VIELE Krankenkassen zahlen die MODERNEN Schizo-Medikamente nicht, ruinieren die Gesundheit der Patienten mit Haldol e.t.c. wo man lebenslange Schäden kriegt und ständig wieder in der Psychiatrie stationär landet. (Barbara)<span id="more-530"></span><br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Erwache langsam aus meiner Amnesie, bemerke aber erst nach 2 Wochen in einem kurzen hellen Moment, dass ich die ganze Zeit unter einer Käseglocke war. Danach wieder Pillen und ab unter die Käseglocke. Medikamente werden umgestellt. Kein Haldol und kein Tavor mehr. Danach kann ich mich besser bewegen, nicht mehr so mechanisch. Alle sind ganz nett zu mir, ich mache aber auch keinen Ärger, was ein Glück. Hey, alle Fenster der Station sind vergittert und zum Rausgehen muß man Bescheid geben. Die Stationstür ist verschlossen. Nicht jeder darf. Das Stationsgebäude ist innen und außen das schäbigste auf dem ganzen Klinikgelände. Alle hier drin haben ne Macke. (Markus)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Von den sogenannnten hochpotenten Medikamenten wie Haldol oder Leponex halte ich persönlich wenig, weil sie meines Erachtens zu rigoros sind und die Leute in willenlose Zombies verwandeln. (MfG)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Ich dachte, erst zur untersuchung. Doch es war eine stationäre Aufnahme, nochdazu in die Geschlossene. Obwohl ich ganz friedlich war. Man verabreichte mir Truxal und Haldol und die ersten Tage war ich bewegungsunfähig. Die menschen dort kamen mir alle verrückter als ich selber war, vor und ich dachte, ich befinde mich im falschen Film a la &#8220;Einer flog über das Kuckucksnest&#8221;) Meine Füße waren wie Blei und ich konnte in den folgenden Tagen nur schwerlich normale Bewegungsabläufe meistern. (Sabine)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Auf der anderen Seite des Zauns wurde ich dann von einem Pfleger in den Schwitzkasten genommen und an mein Intensivbett fixiert. Ich wurde später nochmals fixiert, weil man glaubte, ich wollte im Speisesaal mit Eiern werfen. Auch ich bekam Haldol und lief herum wie ein amerikanischer Sheriff bei einem Duell. Ich brauche vielen von Euch nicht Weiteres zu erzählen. Ihr wißt, was dort alles so geschieht. (Erwin)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>In der Psychiatrie wurde mir nicht wirklich geholfen. Wurde voll gepumpt mit Medikamenten Haldol, Levompromazin, Zyprexa, Akineton, Neurocil und Tavor und stand völlig neben mir, wurde ans Bett fixiert weil ich einen Rückfall in der Psychiatrie hatte, man kommt sich vor wie der letzte Dreck. (Saskia)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Das führte mich dann 6 Wochen lang auf die geschl. Station einer Klapse. Dort wurden mit Haldol meine Gedanken wieder in normale Bereiche medikamentiert. Danach machten mir starke Minus-Symptome (kein Antrieb, keine Interessen, Gefühllosigkeit, Gedankenlosigkeit) und eine Sitzunruhe (Zeldox) zu schaffen. (Manuel)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Ich war mehrmals bei niedergelassenen Psychiatern gewesen, die mir alle Medikamente mitgaben, die ich aber nicht nehmen wollte – das Haldol hatte ich in unguter Erinnerung behalten, obwohl es das Toben damals abgestellt hatte. Eine Krankheitseinsicht hatte ich zu der Zeit nicht. (Martin)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Die darauffolgenden Tage wurde ich mit Haldol so vollgepumpt, daß ich mich kaum noch bewegen und nur noch sehr undeutlich sprechen konnte. Ich wurde im wahrsten Sinne des Wortes ruhiggestellt. Die Behandlung führte dazu, daß ich von einer exzessiven Euphorie in totale Verzweiflung verfiel. Ich hatte zu überhaupt nichts mehr Lust, es schien, als wäre jede Energie aus meinem Körper entzogen. (Christoph)<br />
</em></span></li>
<li><span style="color: #800000;"><em>Eine Woche geschlossene, 3 mal für längere Zeit offene Abteilung, mit allem, was sich da so abspielt &#8230;, ihr wisst, wovon ich spreche. Grauenhafte Bewusstseinszustände aller Art, auch das kennt ihr &#8230; Haldol, Risperdal, und wie sie alle heißen, jedenfalls 3 verschiedene, plus diverse Antidepressiva, plus Schlafmittel und ein Zeug, glaube es hieß Akineton, gegen den durch die anderen Medikamente zombieartigen körperlichen Bewegungsablauf. Gestrandet in einer unauthentischen Scheinwelt, leeres roboterartiges Dahinvegetieren, unendliche Gedankenmühlen. </em></span><em style="color: #800000;">Konnte nie positive Zusammenhänge zwischen Medikamentengabe und Befinden erkennen, außer dass beim vierten Neuroleptikum (Zyprexa) endlich die schlimmsten und permanenten Suizidgedanken nachließen. (Bettina)</em></li>
</ul>
<p>Wie gesagt, diese Aussagen kann man nur richtig einschätzen, wenn man bedenkt: Diese Menschen sind schwer krank. Sie verwechseln die Symptome ihrer Krankheit mit den Nebenwirkungen eines soliden Arzneimittels. Nicht umsonst ist Haloperidol das erste Mittel der Wahl, um hypersensible Menschen auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen.</p>
<p>Wir Ärzte haben bei der Einnahme des Mittels nichts zu befürchten. Haloperidol beeinflusst nur die psychotische Gedankenwelt von Schizophrenen. Also: keine Psychose, keine Nebenwirkungen! Jeder Arzt kann selber an sich testen: Wo kein Wahn ist, kann auch keiner verstärkt werden. Wo keine Ängste sind, können die nicht größer werden.</p>
<p>Interessant sind manche körperliche Reaktionen, die man später (bei einer Bewerbung), als Praxis-Referenz in seinem Lebenslauf anführen kann: Ein ungehemmter Bewegungsdrang, der die Teilnehmer der Studie die Krankenhausflure rauf und runter laufen lässt. Aber keine Bange! Das lässt schnell nach.</p>
<p>Nach spätestens zwei Wochen liegt man entspannt auf dem Sofa und starrt zur Decke hoch. Das schadet der Zimmerdecke nicht im Geringsten. Wenn man anfängt zu frieren, sorgen leichte Muskelvibrationen für die Einhaltung der Betriebstemperatur. Sie können das Personal auch um eine Fixierung bitten. Damit Sie vor Zittern nicht aus dem Bett fallen.</p>
<p>Falls es doch mal zu einem bedauerlichen Suizid kommen sollte, war unser junger Arzt vielleicht auch psychisch krank? Oder die Dosis war zu gering. Unter den erprobten Klinikbedingungen kann ruhig mal die doppelte der empfohlenen Tagesdosis gegeben werden. Unser bewährtes Fachpersonal ist ständig griffbereit. Einmal Rufen genügt.</p>
<p>Schon nach drei Wochen erkennen Sie: Alles halb so schlimm! Ihre Arztausbildung wird um eine Erfahrung reicher sein und Sie werden Ihr Fachgebiet mit ganz anderen Augen sehen &#8230; Viel Erfolg bei Ihren Bewerbungen!</p>
<p>Der anschließende Kuraufenthalt in einer Klinik ihrer Wahl wird von Janssen-Cilag finanziert. Beschäftigungstherapie und Bezugspfleger-Gespräche inklusive. Dafür erwartet die Pharmafirma ein kleines Entgegenkommen: Auf ihrer Facebook-Seite können Sie dann anklicken: Haloperidol &#8211; &#8220;Gefällt mir!&#8221; &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Die Eltern meines besten Freundes</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/die-eltern-meines-besten-freundes/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Dec 2012 18:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich kenne meinen Freund schon lange. Seit der Schulzeit schon. Wir sehen uns nur sporadisch, weil mir die Arbeit wenig Zeit lässt. Er ist im beginnenden Erwachsenen-Alter krank geworden und nun berentet. Wenn wir uns sehen, erzählt er mir viel aus seinem Leben und auch einiges über seine Eltern. Viele Dinge, die ich in meiner Familie nicht kennengelernt habe.</p>
<p>Manuel (ich nenne ihn jetzt mal so) ist ein uneheliches Kind seiner Mutter und die ersten Jahre seines Lebens ohne Vater &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kenne meinen Freund schon lange. Seit der Schulzeit schon. Wir sehen uns nur sporadisch, weil mir die Arbeit wenig Zeit lässt. Er ist im beginnenden Erwachsenen-Alter krank geworden und nun berentet. Wenn wir uns sehen, erzählt er mir viel aus seinem Leben und auch einiges über seine Eltern. Viele Dinge, die ich in meiner Familie nicht kennengelernt habe.</p>
<p>Manuel (ich nenne ihn jetzt mal so) ist ein uneheliches Kind seiner Mutter und die ersten Jahre seines Lebens ohne Vater in Berlin aufgewachsen. Seine Heimat der frühen Kindheit. Aber die Mutter dachte nicht an ihren Sohn und sein Umfeld, sondern wollte weg aus der stinkenden Stadt. Draußen auf dem Land fand sie auch nicht ihr Glück, und so ließ sie sich per Annonce heiraten und zog mit ihrem Sohn zurück, in die Nähe von Berlin. Aber wieder in eine fremde Stadt. Zu einem fremden Mann. Sie heiratete ihn, obwohl sie ihn gar nicht richtig kannte.</p>
<p>Mein Freund kam in die Schule. Und der Stiefvater war zuerst noch ganz nett. Er fuhr mit Manuel sogar in den Urlaub, nach Dresden und in die Sächsische Schweiz. Bald kam ein Schwesterchen zur Familie. Und bald auch holte der Stiefvater aus: Immer wenn sich Manuel ungeschickt verhielt oder etwas angeblich Verbotenes tat, bekam er einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf. Natürlich tat das weh! Und natürlich gab es dann immer Streit zwischen den Eltern. Das ließ sich seine Mutter nicht gefallen. Dass man ihr Kind schlug. Sie wollte ihn beschützen.</p>
<p>Aber es ging jahraus-jahrein immer so weiter. Manuel tut etwas falsch: Schlag. Schmerz. Streit. Beleidigungen. Türenkrachen. Beschützt man etwa so sein Kind?</p>
<p>Mein Freund war recht gut in der Schule, sogar besser als ich. Doch irgendwann wurde er Mobbingopfer. Wieso kann man schlecht sagen. Jedenfalls wurde er arg drangsaliert und schikaniert. Er wehrte sich mit Kräften und ich stand ihm zur Seite. Es gab Gespräche mit der Klassenlehrerin und den Eltern. Seine Mutter konnte sich in die Situation ihres Jungen überhaupt nicht hineinversetzen und auch die Lehrerin wusste keine Lösung.</p>
<p>So blieb Manuel in dieser Klasse und wurde ein gemiedener Außenseiter. Leider trennten sich unsere Wege &#8211; ich machte Berufsausbildung und mein Freund ging aufs Gymnasium, was verständlich war bei seinen Leistungen. Aber seine Mitschüler dort taten ihm gar nicht gut. Auf die Hilfe seiner Eltern konnte Manuel nicht bauen. Also redete er nicht darüber und zog sich zurück. Er war viel im Wald unterwegs und wenn wir uns bei mir (im Haus meiner Eltern) trafen, hörten wir oft ABBA, Pink Floyd und ACDC. Es war die Droge Musik, die wir brauchten.</p>
<p>Später trafen wir uns beim Studium in Dresden wieder. Ich lernte bald meine erste Frau kennen, während Manuel immer alleine war. Er sah ein bisschen traurig aus und erzählte nicht viel über sein Liebesleben. Erst Jahrzehnte später vertraute er mir, dass er traumatisiert war und sich die Schuld am Scheitern von zwei Liebesaffären gab. Mit seiner Mutter sprach er sowieso nicht darüber. Doch, einmal bat er sie um Rat zu einer Geschichte. Doch sie beriet ihn schlecht. Sie verstand nichts von Liebesdingen.</p>
<p>Auf seiner ersten Arbeitsstelle wurde Manuel krank. Er traf eine Frau, die ihn so sehr berührte, dass er es nicht verarbeiten konnte, als es nichts aus der Beziehung wurde. Er bekam schwere Depressionen, die sich wie eiserne Spiralen um seine Seele wanden. Doch mit seiner Mutter konnte er nicht darüber reden. Es hätte sicher geholfen, das Reden; und vielleicht auch ein Antidepressivum. Aber er hatte kein Vertrauen in Mutters Ratschläge. Und den Stiefvater interessierten solche Sachen sowieso nicht. Also wurde Manuel krank und kränker.</p>
<p>Bis die Psychose kam und 5 Monate Psychiatrie-Aufenthalt. Am Entlassungstag gab ihm die Stationsärztin eine Mappe: &#8220;Hier, ich glaube das gehört ihnen.&#8221; Es war eine Mappe mit hübschen Frauenfotos, die Manuel gesammelt hatte. Man muss sich das einmal vorstellen! Während Manuel in der Psychiatrie war, durchschnüffelte die Mutter seine Wohnung und was ihr &#8220;verdächtig&#8221;, also nach ihrer Meinung krankhaft, vorkam, gab sie den Ärzten. Peinlich, solche Mutter zu haben!</p>
<p>Dann kam die Wende. Ich musste zusehen, wo ich berufsmäßig bleibe und hatte viel zu kämpfen. Auch mit den Wohnungen und der Kindererziehung meiner beiden Töchter. Manuel hatte da kein Glück. Weder mit der Karriere, noch mit Kindern. Die Unternehmen wollten keinen schwerbehinderten psychisch Kranken, obwohl er ein Top-IT-Ingenieur war. So bekam er bald Rente. Neuroleptika sowieso.</p>
<p>Man sah ihm das an, dass er solche Mittel nahm. Wie sollte er da eine Frau kennenlernen, die Kinder mit ihm haben wollte? Mal abgesehen davon, dass diese Mittel die Zeugungsfähigkeit stark einschränkten. Aber auch später, als er eine Partnerin hatte, die selbst betroffen war, riet ich ihm von Kindern ab. Ich weiß, was Kindererziehung bedeutet. Du musst voll da sein. Wenig Schlaf. Nerven wie Stahlseile. Und Grenzen setzen können. Auch dir selber. Das hätte die beiden überfordert, glaube ich.</p>
<p>Während ich mich von meiner Frau trennte (die Liebe war dahin), verließen mich viele gemeinsame Freunde der Familie. Doch Manuel fragte nicht und hielt zu mir. Er gab mir selbst gute Ratschläge. Er lebt mittlerweile auch wieder getrennt und muss aufpassen, dass seine Mutter nicht zu sehr klammert und ihn bevormundet. Sie sieht ihn immer noch als Zwölfjährigen, der sein Leben (ohne die Mutter) nicht in den Griff bekommt.</p>
<p>Manuel musste eine neue Wohnung einrichten, ein neues Konto eröffnen, die Kaution bezahlen usw. Da kommt es schon mal zu finanziellen Engpässen. Er hatte noch keinen Dispo, erzählte er mir neulich, und keinen Cent mehr im Geldbeutel. Seine Mutter wollte übers Wochenende wegfahren, also bat er sie um 5 EUR, um für Sa/So etwas Essen einzukaufen. Sie hat ihm nicht einen Cent gegeben! Sie meinte, er müsse nur mal richtig in die Küchenschränke schauen, da würde sich schon was finden. Und außerdem müsse er erst mal richtig sparen lernen. Das musste er sich anhören, als studierter Ökonom!</p>
<p>Wer ist da eigentlich krank? Über den Stiefvater will ich nicht viel Worte verlieren. Nur drei Worte: GEIZ, GEIZ, GEIZ. Der war früher Haupttechnologe und läuft wie ein Bettler in uralten Klamotten rum. Und natürlich behandelt er Manuel auch wie einen Zwölfjährigen, der keine Rechte hat und keine Lebenserfahrung.</p>
<p>Das sind die Eltern von Manuel. Und wie sieht es bei Ihnen aus?</p>
<p>(anonym)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Menschenrechte in der Psychiatrie</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/menschenrechte-in-der-psychiatrie/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2012 17:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pahaschi.de/?p=504</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: left;">Zur morgigen Anhörung zum Thema PATIENTENRECHTE im Deutschen Bundestag erreichte mich eine Stellungnahme des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener, die ich hiermit weitergeben will:</p>
<p style="text-align: left;">Geschäftsstelle<br />
Wittener Str. 87, 44 789 Bochum<br />
Tel: 0234 / 68 70 5552<br />
Fax: 0234 / 640 51 03<br />
Kontakt‐info@bpe‐online.de<br />
www.bpe‐online.de</p>
<p style="text-align: left;">November 2012</p>
<p><strong>Stellungnahme zur Zwangsbehandlung</strong></p>
<p>Wir, die organisierten Psychiatrie-Erfahrenen, wollen jegliche Zwangsbehandlung in der Psychiatrie abschaffen. Zwangsunterbringungen werden sich in wenigen gut geprüften Fällen kurz und mittelfristig nicht vermeiden lassen. Eine korrekte Anwendung der jetzt schon bestehenden Gesetze &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Zur morgigen Anhörung zum Thema PATIENTENRECHTE im Deutschen Bundestag erreichte mich eine Stellungnahme des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener, die ich hiermit weitergeben will:</p>
<p style="text-align: left;">Geschäftsstelle<br />
Wittener Str. 87, 44 789 Bochum<br />
Tel: 0234 / 68 70 5552<br />
Fax: 0234 / 640 51 03<br />
Kontakt‐info@bpe‐online.de<br />
www.bpe‐online.de</p>
<p style="text-align: left;">November 2012</p>
<p><strong>Stellungnahme zur Zwangsbehandlung</strong></p>
<p>Wir, die organisierten Psychiatrie-Erfahrenen, wollen jegliche Zwangsbehandlung in der Psychiatrie abschaffen. Zwangsunterbringungen werden sich in wenigen gut geprüften Fällen kurz und mittelfristig nicht vermeiden lassen. Eine korrekte Anwendung der jetzt schon bestehenden Gesetze (1) würde dazu führen, dass die Zwangsunterbringung auf unter 10% des heutigen Niveaus sinkt.</p>
<p><strong>Gewalt allgemein und psychiatrische Zwangsbehandlung</strong></p>
<p>Jede Gewalt wird in erster Linie durch ein riesiges Machtgefälle ermöglicht. Katzen fressen lieber Mäuse als Ratten, weil Ratten empfindliche Verletzungen zufügen können. Männergewalt gegen Frauen und Kinder wird durch größere Körperkraft möglich. Früher kam häufig eine große wirtschaftliche Überlegenheit hinzu. Die USA haben Vietnam, Afghanistan und Irak angegriffen, weil sie mit keinerlei Vergeltung zu rechnen hatten.</p>
<p>Die Psychiatrie behauptet, für ihre Gewaltausübung sei ein Mangel an Personal ursächlich. Wir denken, dass auch in diesem Fall das riesige Machtgefälle zur Gewaltausübung verleitet. Zu diesem Machtgefälle gehört selbstverständlich, dass Polizei und Justiz die Täter schützen (siehe Männergewalt in den 50er und 60er Jahren). Interessanterweise findet in der Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener fast keine Gewalt statt, denn wir haben kaum Personal und keinen Freifahrtschein bei Polizei und Justiz.<span id="more-504"></span></p>
<p><strong>Gegen Zwangsbehandlung erlaubende Gesetze spricht &#8230;</strong></p>
<p><strong>Grundgesetz</strong><br />
Diese Gesetze sollen nur für „psychisch Kranke“ bzw. „geistig Behinderte“ gelten.<br />
GG Artikel 3.1: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.<br />
GG Artikel 3.3: [...] Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.<br />
GG Artikel 4.1: Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.<br />
GG Artikel 5.1: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern [...]</p>
<p><strong>UN‐Behindertenrechtskonvention</strong></p>
<p>Artikel 12: Gleiche Anerkennung vor dem Recht Abs. 2: Die Vertragsstaaten anerkennen, dass Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen gleichberechtigt mit anderen Rechts‐ und Handlungsfähigkeit genießen. Artikel 14: Freiheit und Sicherheit der Person Abs. 1 (b) Die Vertragsstaaten gewährleisten [...] dass das Vorliegen einer Behinderung in keinem Fall eine Freiheitsentziehung rechtfertigt.</p>
<p>Trotz des eindeutigen Wortlauts der Konvention wird diese ständig absichtlich falsch ausgelegt oder sogar absichtlich falsch wieder gegeben.</p>
<p>Daher sah sich das UN‐Hochkommissariat für Menschenrechte (2) zu folgender Stellungnahme gezwungen: Es nennt die Psychisch Kranken Gesetze der Länder „unlawful law“ und „intrinsically discriminating“. Es kritisiert „The existence of a disability can in no case justify a deprivation of liberty“ (Das Vorliegen einer Behinderung kann in keinem Fall eine Freiheitsentziehung rechtfertigen). Und weiter: „In violation of relevant international standards, in many legal systems persons with disabilities, and especially persons with mental and intellectual disabilities, are deprived of their liberty simply on the grounds of their disability“ (In Verletzung wichtiger internationaler Standards wird in vielen Rechtssystemen Menschen mit Behinderungen und besonders Menschen mit seelischen und geistigen Behinderungen ihre Freiheit nur auf Grund ihrer Behinderung entzogen).</p>
<p>Das UN‐Hochkommissariat ist die höchste Autorität in Menschenrechtsfragen weltweit.</p>
<p><strong>Urteile des Bundesverfassungsgerichts</strong></p>
<p>Das BVerfG schließt Gefahrenabwehr als Grund für eine Zwangsbehandlung aus, weil sich Gefahren durch Einsperren abwehren lassen. Auch Arbeitserleichterung für das Personal, mangelndes Personal oder reibungslose betriebliche Abläufe rechtfertigen laut BVerfG keine Eingriffe in den Körper gegen den Willen.</p>
<p>Das BVerfG sagt an keiner Stelle seiner Urteile, dass der Gesetzgeber Zwangsbehandlung erlauben muss.</p>
<p>Leider hat das BVerfG wieder die unsägliche Begrifflichkeit vom „freien Willen“, der bei vielen „psychisch Kranken“ fehle, als letztes Schlupfloch, das bei strenger Kosten‐Nutzen‐Abwägung noch einen Weg zur Zwangsbehandlung biete, verwendet.</p>
<p>Sehen wir uns an, welche <strong>Folterfalle</strong> dieses Schlupfloch dem Gesetzgeber stellt: Ein/e Insass/e/in der Psychiatrie hat einen Wahn. Mittels Zwangsmedikation versuchen die Helfer/innen diesen Wahn zu beseitigen.</p>
<p>Pfad 1: Der/die Patient/in schwört ab und dankt für die Hilfe. Kein Problem für die Psychiatrie.<br />
Pfad 2: Der/die Patient/in bleibt bei seiner/ihrer Sicht der Dinge. Die Helfer/innen dürfen mit ihrer zwangsweisen Behandlung nicht locker lassen. Sobald man zugesteht, dass dieser Wahn eine mögliche Sicht auf die Wirklichkeit ist, gibt man zu, dass dieser Mensch in seiner Willensbestimmung genauso frei wie alle anderen war und ist. Und man hat versucht, ihm diese Sicht mit Gewalt zu nehmen.</p>
<p><strong>Kleiner Exkurs zum freien Willen:</strong></p>
<p>Warum sollen ausgerechnet diejenigen einen freien Willen haben, die alles genauso sehen wie die breite Masse? Hat nicht vielmehr der/diejenige einen freien Willen, der/die sich trotz des massivenKonsensdrucks eine eigene Sichtweise bewahrt?</p>
<p>Wir zitieren das BVerfG-Urteil -2 BvR 822/09‐ vom 23.03.2011 Abs. 61cc) Über die Erfordernisse der Geeignetheit und Erforderlichkeit hinaus ist Voraussetzung für die Rechtfertigungsfähigkeit einer Zwangsbehandlung, dass sie für den Betroffenen nicht mit Belastungen verbunden ist, die außer Verhältnis zu dem erwartbaren Nutzen stehen. Die Angemessenheit ist nur gewahrt, wenn, unter Berücksichtigung der jeweiligen Wahrscheinlichkeiten, der zu erwartende Nutzen der Behandlung den möglichen Schaden der Nichtbehandlung überwiegt. Im Hinblick auf die bestehenden Prognoseunsicherheiten und sonstigen methodischen Schwierigkeiten des hierfür erforderlichen Vergleichs trifft es die grundrechtlichen Anforderungen, wenn in medizinischen Fachkreisen ein deutlich<br />
feststellbares Überwiegen des Nutzens gefordert wird (vgl. SAMW, .a.O., S. 7; Garlipp, BtPrax 2009, S. 55 ; s. auch Maio, in: Rössler/Hoff, a.a.O., S. 145 ).</p>
<p>Daran wird es bei einer auf das Vollzugsziel gerichteten Zwangsbehandlung <strong>regelmäßig fehlen</strong>, wenn die Behandlung mit mehr als einem vernachlässigbaren Restrisiko irreversibler Gesundheitsschäden verbunden ist (vgl. Garlipp, BtPrax 2009, S. 55 ; für die Unvereinbarkeit irreversibler Eingriffe mit der UN‐Behindertenrechtskonvention Aichele/von Bernstorff, BTPrax 2010, S. 199 ; Böhm, BtPrax 2009, S. 218 ).</p>
<p><strong>Psychiatrische Behandlung Wohl oder Wehe?</strong></p>
<p>Die Psychiatrie und ihre Anhänger/innen behaupten, die ausgeübte Gewalt geschehe zum Wohl der Patienten. Sind die gewaltsam durchgesetzten Maßnahmen wirklich zum Wohl? Eine große epidemiologische US‐Studie zeigt, dass Menschen, die sich dauerhaft in psychiatrischer Behandlung befinden, 25 Jahre früher versterben (mit ca. 53 Jahren) als der Durchschnitt der Bevölkerung (78 Jahre). Psychiatrie-Erfahrene versterben früher als Sudanesen (58 Jahre Lebenserwartung) oder Bangladeshis (62 Jahre Lebenserwartung).</p>
<p>Wir, die Psychiatrie-Erfahrenen, führen dieses fürchterliche Ergebnis auf die hemmungslose Gabe von Psychopharmaka, insbesondere von Neuroleptika, zurück. Der Psychiater Dr. Volkmar Aderhold, langjähriger Oberarzt im Klinikum Hamburg‐Eppendorf, hat Untersuchungen insbesondere zur Mortalität unter Neuroleptika gesammelt. Diese massive Schädlichkeit ist auch der Hauptgrund, warum die Behandlung so oft aufgezwungen werden muss. Natürlich merken die Opfer der Folter (der Eingriff in den Körper gegen den Willen der Person ist Folter), dass ihnen geschadet wird. Nicht einmal das Strafrecht kennt diesen erzwungenen Eingriff in den Körper.</p>
<p>So selbstverständlich war die Abschaffung der Folter bereits zur Zeit der Niederschrift des Grundgesetzes, dass diese nicht ausdrücklich im Grundgesetz erwähnt wird. Nur in den Psychiatrien wird seit Jahrzehnten weiterhin munter gefoltert. Bei vielen derjenigen, die sich freiwillig (also auch ohne Drohungen) psychiatrisch behandeln lassen, ist schlicht der Wille gebrochen. Sie haben den Terror verinnerlicht, weil es das Leben leichter macht und sie sind der Meinung, ihnen werde geholfen.</p>
<p>Übrigens &#8211; auch bei einmaliger Zwangsbehandlung und vorübergehender Betäubung durch Neuroleptika und andere Psychopharmaka tragen die Opfer an den Folgen oft lebenslang.</p>
<p><strong><em>Der geschäftsführende Vorstand des BPE e.V.</em></strong><br />
Dagmar Barteld‐Paczkowski, Johannes Georg Bischoff, Jurand Daszkowski, Ruth Fricke, Mirko Olostiak, Matthias Seibt, Doris Steenken</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Anmerkungen</p>
<p style="text-align: left;">1<br />
Z.B. § 11 des PsychKG NRW, lässt eine Unterbringung Betroffener nur dann zu, wenn die Gefahr nicht anders abgewendet werden kann. Praktisch wird dieser Versuch nie unternommen: Bei nächtlicher Ruhestörung könnte der Fernseher oder das Radio beschlagnahmt werden. Falls jemand mit wirrem Kopf Auto fährt, lässt sich die Gefahren durch Beschlagnahmen des Führerscheins und der Stilllegung des Fahrzeugs abwehren. Billiger sind diese Lösungen übrigens auch.</p>
<p style="text-align: left;">2<br />
„Detention Infonote 4“ vom Herbst 2008</p>
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		<title>Dorinde und Jonathan &#8211; ein Märchen zum Totensonntag</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Nov 2012 14:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es war einmal vor langer Zeit, noch vor der großen Zeitenwende. Jonathan war ein Zauberschüler. Eigentlich nichts besonderes. Doch er konnte in seiner Lieblingsstadt studieren, die er schon seit Kindertagen so faszinierend fand: in Dransidon. Die große Stadt lag zwischen malerischen Hügeln und ein breiter Strom durchfloss das Tal.</p>
<p>Das erste Lehrjahr lag hinter ihm und die Zauberschule schickte die Studenten &#8211; so hießen nämlich die Zauberschüler in Dransidon &#8211; aufs Land, nach Lutetien, um den Bauern bei der Ernte &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal vor langer Zeit, noch vor der großen Zeitenwende. Jonathan war ein Zauberschüler. Eigentlich nichts besonderes. Doch er konnte in seiner Lieblingsstadt studieren, die er schon seit Kindertagen so faszinierend fand: in Dransidon. Die große Stadt lag zwischen malerischen Hügeln und ein breiter Strom durchfloss das Tal.</p>
<p>Das erste Lehrjahr lag hinter ihm und die Zauberschule schickte die Studenten &#8211; so hießen nämlich die Zauberschüler in Dransidon &#8211; aufs Land, nach Lutetien, um den Bauern bei der Ernte zu helfen. Die Arbeit gefiel Jonathan ganz gut. Doch er war betrübt, weil er keine Freundin hatte.</p>
<p>Eine Woche vor dem Ende der Erntearbeit wurde ein großes Fest gefeiert. Man traf sich abends beim Schenkerwirt und es wurde musiziert und getanzt. Jonathan setzte sich an irgendeinen Tisch und da saß sie: Dorinde! Und noch andere Mädchen. Ihm gefiel Dorinde sofort. Und Jonathan gefiel ihr auch. Nach ein bisschen Plauderei und etwas Essen und Trinken wollten sie zusammen tanzen.</p>
<p>Die Musik spielte herrlich und Jonathan schaute in Dorindes Augen, während sie sich beide beim Tanze drehten. Und sie fühlte es auch: das ist mein Prinz! Nachdem die Musik zu Ende gespielt hatte und das Fest vorüber war, war es an der Zeit nach Hause zu gehen. Doch Dorinde ließ Jonathan nicht los. Denn sie wusste genau, wenn er jetzt geht, sieht sie ihn nie wieder.</p>
<p>Und so nahm sie Jonathan mit auf ihre Kammer und sie liebten sich und schworen sich ewige Treue und wollten gemeinsam Kinder haben. Jonathan blieb die ganze letzte Arbeitswoche bei Dorinde und noch eine weitere, obwohl schon Zauberferien waren. Sie zeigte ihm ihren großen Schatz: eine Mappe mit neun Locken. Die waren von ihren Liebhabern, die in den letzten Jahren bei ihr übernachtet hatten.</p>
<p>Dorinde war eine Magd bei einem lutetischen Bauern und hatte schon ein Kind, eine kleine Tochter. Deshalb war sie im Dorf nicht sehr angesehen, weil es keinen Mann dazu gab. Das war für Jonathan kein Problem, denn er war selber mal so ein Kind gewesen. Aber Dorindes Räucherstäbchen begannen ihn bald zu stören. Sie zündete ständig welche an, weil es so gut duftete und sie ihr etwas die Sinne benebelten.</p>
<p>Jonathan musste sich wieder auf die Zauberschule vorbereiten und fuhr nach Ewosan zurück, in die ferne Provinz Batulien. Dort wohnten seine Eltern. Draußen, in den weiten Kiefernwäldern, überlegte er sich, was er tun sollte. Er liebte Dorinde noch, das wußte er. Doch wie lange würde es dauern? Bis sie sich stritten? Bis er zerrissen war zwischen Lutetien, Batulien und Dransidon? Und so beschloss er, seine Dorinde nur noch einmal zu besuchen.</p>
<p>Und zwar an ihrem Geburtstag. Es war schon dunkel, als er an ihrem Haus ankam. Dorinde verabschiedete kurz ihre Eltern und dann durfte Jonathan hereinkommen. Dorinde ahnte schon etwas, aber beide liebten sich wieder in dieser Nacht. Natürlich, Jonathan sagte am Morgen Worte, die gesagt werden mussten. Aber was sind schon Worte. Dorinde weinte und verstand es nicht. Jonathan verstand es selber nicht, doch er wollte diese Liebe nicht dahinsiechen sehen. Er wollte sie bewahren und als Schatz mitnehmen in seinem Herzen.</p>
<p>Und so ging er und ließ eine weinende Dorinde zurück.</p>
<p>Nach ein paar Wochen hatte Jonathan Geburtstag und eine Bote brachte einen Brief von Dorinde. Sie bat ihn um eine Locke von seinem Haar. Nein, schrieb Jonathan zurück, er wolle nicht eine weitere Locke in ihrer Sammlung werden. Das verletzte Dorinde sehr, aber sie wünschte ihm alles Gute in seinem Leben.</p>
<p>Dorinde sagte zu sich: &#8220;Ach Jonathan, du Esel!&#8221; Dann ging sie in den Stall zum alten Esel Gustav und schnitt ihm eine Locke aus dem Fell. Die Locke tat sie in ein kleines Kästchen und bewahrte es sorgfältig auf. Wenn sie nachts fror, holte sie das Kästchen mit der Locke hervor und das Kästchen wärmte Dorinde, als ob ein kleines Feuer drinnen wär. So kam sie durch schwere Zeiten.</p>
<p>Jonathan hatte viel zu Lernen an der Zauberschule. Und bald vergaß er seine Dorinde. Und dachte nicht mehr an den Schatz in seinem Herzen. Er wurde einsam und traurig. Er ging nicht mehr auf Feste und tanzte mit keinem Mädchen mehr, weil er genug von Räucherstäbchen hatte. Seine Mutter sah, dass es ihm nicht gut ging. Doch sie wusste nicht warum.</p>
<p>Sein Schatz war tief in sein Herz gesunken. Er spürte ihn nicht mehr. Er spürte nur noch Dunkelheit. Sein Schatz, sein Feuer, konnte ihn nicht wärmen, denn er hatte ihn völlig vergessen. Das Feuer fraß von innen an seiner Seele und an seiner Gesundheit.</p>
<p>Er war jetzt kein Zauberschüler mehr, sondern ein junger Zauberer in Belinda, der Hauptstadt von Batulien. Er hatte viel Arbeit. Doch er war nicht glücklich. Er spürte keine Wärme. Bis er eine Frau traf, die sein Herz berührte. Das Feuer brach auf, und Jonathan wünschte sich wieder Kinder. Doch das war ein dummer Wunsch. Denn Isolde, so hieß die Frau, hatte schon sechs Kinder und konnte keine weiteren ernähren. Sie sagte Jonathan Lebewohl.</p>
<p>Doch Jonathans Feuer brannte lichterloh. Er verstand es nicht. Denn es war nicht das Feuer für Isolde, sondern das für Dorinde. Er wurde krank. Schwarze Dämonen senkten sich auf seine Seele. Er konnte kaum noch atmen und erkannte sich nicht mehr im Spiegel.</p>
<p>Der Herr im Himmel hatte Mitleid mit Jonathan und schenkte ihm eine Vision: Isolde war nicht seine Liebe, sondern eine Schwester, die er noch nicht kannte. So konnte Jonathan von ihr loslassen und die grauen Wolken flogen davon. Nun erkannte Jonathan aber in jedem Ding, in jedem Geschöpf neue Visionen und Rätsel. Jonathan wollte die Rätsel lösen: Er ahnte es. Es ging um seine Braut. Er sollte eine Braut bekommen.</p>
<p>Jonathan konnte nicht mehr zaubern. Er wurde ins Heilig-Geist-Spital in Ewosan gebracht und die Mediziner versuchten ihr Bestes. Sie kannten schon solche Fälle. Doch Pillen und Pülverchen halfen nicht. Jonathan taten sich immer größere Rätsel auf und schließlich glaubte er, der böse Zauberer Uksamin sei hinter ihm her. Jonathan stellte sich tot, damit der böse Zauberer von ihm abließ.</p>
<p>Da mussten die Ärzte den großen Medizinmann Elkator holen, denn nur er allein konnte Jonathan jetzt noch helfen. Elkator nahm den kranken Zauberer Jonathan mit in seine Schreckenskammer und schleuderte ihn hoch an den Himmel und dann wieder tief hinunter bis in die Mitte der Erdkugel und legte ihn dann sanft auf das Krankenbett.</p>
<p>Jonathan schlief sieben Tage. Und als er erwachte, waren alle Damönen von ihm verschwunden und es gab auch keine Rätsel mehr. Er freute sich, dass er lebte.</p>
<p>Er konnte zwar noch zaubern, doch Jonathan musste von jetzt ab immer drei Pillen nehmen: eine morgens, eine mittags, eine abends. Sonst kämen die Damönen wieder, meinten die Ärzte. Aber die Pillen unterdrückten auch das Feuer und seinen Schatz konnte Jonathan nicht erkennen.</p>
<p>Jonathan lernte eine junge Magierin kennen, mit der er sich gut verstand, und die ein neues Feuer in ihm entzündete. Sie wurden Mann und Frau und lebten zehn Jahre glücklich miteinander in ihrer Heimat Sabornia. Doch alles hat seine Zeit. Und ein Feuer erlischt wieder.</p>
<p>Jonathan zog wieder in seine Heimat Batulien, um bei seinen Eltern und in seinen Kiefernwäldern zu sein.</p>
<p>Es war November und die Kirche feierte hohe Gedenktage. Das Gedenken an die Verstorbenen und an den Tod. Überall im Land wurden Trompeter losgeschickt und Ausrufer. Man solle in sich gehen und auch über solche Fragen nachdenken. Durch seine Frau kannte Jonathan das Meditieren und wie man in seiner Seele forscht. Sie hatte viele kluge Bücher.</p>
<p>Bald war also Totensonntag. So stellte sich Jonathan vor, er würde sterben. Nicht in einer Woche. Jetzt sofort! Und horchte in seine Seele &#8230;</p>
<p>Schlagartig erschien sein Schatz wieder in seinem Bewußtsein. Seine Dorinde. Seine liebe Dorinde! Er hatte sie all die Jahre bei sich gehabt und es nicht gewusst. Er fragte sich, wo ist sie jetzt, wie kann ich sie finden? Er ging zu einer Seherin in die Stadt. Die schaute eine Weile in ihre Kristallkugel und sagte: &#8220;Ich kann sie nicht finden!&#8221; Jonathan fiel ein, vielleicht hätte sie ja geheiratet.</p>
<p>&#8220;Ja, hier ist sie!&#8221; sagte die Seherin. Doch sie klang traurig. Denn sie fand nur Dorindes Grabstein. Sie war gestorben. Vor sechs Monaten. Sie hatte sich in Dransidon beerdigen lassen, der Stadt von Jonathans Zauberschule.</p>
<p>Jonathan hatte seinen Schatz wieder. Doch Dorinde lebte nicht mehr. Er konnte nicht mehr mit ihr sprechen und sie nicht mehr umarmen. Nie mehr! Nimmermehr. Sieben Tage und Nächte weinte er um seine Geliebte. Er bat sie um Verzeihung, und versprach ihr, seine Locke an ihr Grab zu bringen. Vielleicht hörte sie ihn ja &#8211; dort oben im Himmel.</p>
<p>Er zauberte sich ein kleines Bild von Dorinde. So wie sie dastand, als er sie verließ. Das trägt er jetzt immer bei sich. Seinen Schatz. Um ihn nie mehr zu vergessen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>23. November 2012, aufgezeichnet von Bodo Bodenstein</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gedicht im November</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 08:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Du bist noch da, noch immer.<br />
Dein Herz schlägt weiter, sonderbar.<br />
Die Zeit baut auf, die Zeit reißt nieder.<br />
Gedanken kommen und verschwinden.<br />
Nichts hält für immer.</p>
<p>Jahre prägten Leib und Seele.<br />
Durch Höhen und Tiefen ohne Ende.<br />
Gezehrt, verletzt, gelacht, geliebt.<br />
Am Ende ging ich nur und schwieg.<br />
Nichts hält für immer.</p>
<p>Planeten, Sonnen, Galaxien.<br />
Wohin geht die Bahn, wohin die Reise?<br />
Entschwindet alles in ein Nichts?<br />
Geboren, gewachsen, gelebt, gestorben.<br />
Doch auch kein Nichts hält wohl für immer.&#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du bist noch da, noch immer.<br />
Dein Herz schlägt weiter, sonderbar.<br />
Die Zeit baut auf, die Zeit reißt nieder.<br />
Gedanken kommen und verschwinden.<br />
Nichts hält für immer.</p>
<p>Jahre prägten Leib und Seele.<br />
Durch Höhen und Tiefen ohne Ende.<br />
Gezehrt, verletzt, gelacht, geliebt.<br />
Am Ende ging ich nur und schwieg.<br />
Nichts hält für immer.</p>
<p>Planeten, Sonnen, Galaxien.<br />
Wohin geht die Bahn, wohin die Reise?<br />
Entschwindet alles in ein Nichts?<br />
Geboren, gewachsen, gelebt, gestorben.<br />
Doch auch kein Nichts hält wohl für immer.</p>
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		<title>Echtes Gold</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/echtes-gold/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Nov 2012 10:14:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong>&#8220;Alles, um was ihr betet und bittet &#8211; glaubt, dass ihr es empfangt,<br />
</strong><strong>und es wird euch werden.&#8221;<br />
</strong><strong>Markus 11,24</strong></p>
<p>Eigentlich wollte ich heute niemanden besuchen. Frau Koch nicht, und Tante Hildchen schon gar nicht. Dann hatte ich aber nach dem Arzt noch Zeit bis zum nächsten Zug, ich stieg einfach in den proppevollen Köpenicker Bus und nach drei Stationen wieder aus. Nein, an der Haustür der alten Dame habe ich nicht einfach geklingelt. Das wäre ein Überfall gewesen. Ich &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong>&#8220;Alles, um was ihr betet und bittet &#8211; glaubt, dass ihr es empfangt,<br />
</strong><strong>und es wird euch werden.&#8221;<br />
</strong><strong>Markus 11,24</strong></p>
<p>Eigentlich wollte ich heute niemanden besuchen. Frau Koch nicht, und Tante Hildchen schon gar nicht. Dann hatte ich aber nach dem Arzt noch Zeit bis zum nächsten Zug, ich stieg einfach in den proppevollen Köpenicker Bus und nach drei Stationen wieder aus. Nein, an der Haustür der alten Dame habe ich nicht einfach geklingelt. Das wäre ein Überfall gewesen. Ich habe per Handy angeklingelt und durfte dann auch raufkommen. Konnte eh nur 10 Minuten bleiben.</p>
<p>Frau Koch hatte ihre Putzhilfe da. Oh, dachte ich, da störe ich wohl wirklich! In Wirklichkeit störte ich nur beim Kaffeetrinken und Kuchenessen. Ich bekam sogar eine Tasse Kaffee ab, und wir konnten uns ein wenig nett unterhalten &#8211; ich und die Damen: die eine etwas älter, die andere etwas jünger. Ein Stück Kuchen wäre sogar für mich drin gewesen. Aber ich dankte. Vom IKEA war ich noch satt.</p>
<p>Meine Trophäe war ein geflochtener Wäschekorb. Das Ding sieht ganz gut aus. Auf dem Bahnhof Gesundbrunnen jedenfalls, blieben die Blicke der weiblichen Mitreisenden an dem Flechtwerk kleben. Schnell damit nach Hause! Bevor es mir eine abschwatzt &#8230;</p>
<p>Dieser Berlin-Ausflug fing diesmal anders an als sonst. Mit der ODEG Richtung Lichtenberg und dann wollte ich über Ostkreuz in die Stadtmitte. Aber kurz vor Hohenschönhausen kam mir die Idee, ich könnte ja auch mir der Tram reinzuckeln. Also dort ausgestiegen! Fahrstuhl wegen Vandalismus kaputt, sagt das Schild. Also ein langer Fußweg zur Haltestelle &#8230;</p>
<p>In der Straßenbahn war es kalt. Die Tram fuhr die Hansastraße entlang &#8211; für mich noch Neuland &#8211; an originellen Ruinen vorbei, in denen man tolle Gruselfilme drehen könnte. Ich schätze Baujahr 1890 &#8230; Die müssen doch schon zu DDR-Zeiten so verfallen gewesen sein. Jetzt hat man doch Geld! Aber man baut lieber hässliche Einkaufs-Center. Die bringen Rendite!</p>
<p>Ob ich den Andreas in Weißensee überfalle? Er geht nicht ans Telefon. Na gut. Die Tram zuckelt weiter. Jetzt wird&#8217;s etwas eng, aber nicht lange. Am Alex steigen die meisten aus. Rund um den Fernsehturm eine einzige Baubrache! Schöner Platz für Säufer. Die DDR-Architektur wird systematisch zerstört. Überall im Land kann man das feststellen. Der Kommunismus muss eben mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden. Wenn schon Erinnerung: bitteschön, hässlich muss sie sein!!!</p>
<p>Der Buchladen am Hackeschen Markt ist nicht groß genug. Na ja, für mich schon. Nur nicht für mein Buch. Kein Gesundheits-Regal, leider. Der Verkäufer winkt ab und darf mir eine hübsche Postkarte verkaufen. Draußen ein paar Fotos: Monbijou-Park mit Großer Synagoge. Ich gehe die Oranienburger weiter und suche ein passendes Restaurant. Die Heckmann-Höfe: zu teuer. Eine Cocktail-Bar: nicht mein Ding. Ick will wat zu futtern! Ich laufe und laufe, bis meine Blase entscheidet: Da gehen wir jetzt rein!</p>
<p>Die Toilette: Schweigen wir lieber drüber. Aber das Essen war lecker, und auch originell. Rote-Beete-Risotto mit Kürbiskernen und gebratenen Zuchini. Tucholsky- Ecke Auguststraße. Uriger Laden, gar nicht teuer.</p>
<p>Die S-Bahn, die hier im Untergrund fährt, bringt mich Richtung Süden. Station Friedrichstraße: Wenn man sich das überlegt! Hier, mitten in der Stadt war ein Grenzübergang. Zwischen zwei Welten! Wer in den Westen konnte und durfte, der durfte ab in den Untergrund der Stadt. Durch den Eisernen Vorhang in der Horizontalen! Überhaupt habe ich das damals erst sehr spät mitbekommen, dass das Zentrum von Ostberlin ja mehrfach vom &#8220;Feind&#8221; unterwandert bzw. unterfahren ist. Echt krass!</p>
<p>Genauso krass wie der Potsdamer Platz: Ein völlig überdimensionierter Regionalbahnhof; ein hässliches Einkaufs-Arkaden-Center, in den 90ern mit großem Tam-Tam hochgezogen und das wohl nur noch mit Fressbuden Umsatz macht, in die sich die Ministeriums-Bürokraten zur Mittagszeit flüchten. Und jetzt: So wenig Laufkundschaft, dass die einzige Buchhandlung in einigen Monaten das Weite sucht. Keine Rendite mehr.</p>
<p>Die vielen Touristen sind nur am Potsdamer Platz selber: Hübsche Fotokulisse mit schroffen Wolkenkratzern &#8230; Davor eine nice German Wurstbude. Schade, hier gab es ein großes Gesundheits-Regal, aber nicht mehr lange &#8230;</p>
<p>Ich hatte Zeit und las auf dem roten Sofa ein ganzes Buch durch. Die wichtigsten Stellen. &#8220;Wie man seine Angst überwindet &#8211; in zehn Schritten lösen sie jede Angst auf.&#8221; Habs an Ort und Stelle probiert. Alles im Geiste. Könnte klappen &#8230; sehr zu empfehlen. Die Angst ist ja auch nur im Geiste und nicht wirklich real. Real war, dass ich das Buch wieder ins Regal stellen konnte. Und Geld gespart habe. Aber ich war nicht gemein: eine Hörspiel-CD wechselte den Eigentümer &#8230;</p>
<p>Bei IKEA wechselte dann noch der Wäschekorb den Eigentümer. Überhaupt, diese schwedische Möbelbaracke! Man kann nicht genug vor ihr warnen: Willst du dort nur Kaffee trinken und Kuchen essen, du kommst einfach nicht wieder heraus! Die Rolltreppe fährt nur in eine Richtung, und eine Treppe hinunter gibt es einfach nicht. Eine FALLE! Die Info-Dame sagte mir: &#8220;Sie müssen durch die erste Abteilung. Dann gibt es aber eine Abkürzung nach links zu den Kassen.&#8221; Wäre ja noch schöner! Ohne Abkürzung.</p>
<p>Ich hatte keine Zeit, denn in 20 Minuten war der Arzttermin. Aber am anderen Ende der Stadt. Also durch die Abkürzung: Und, was steht auf den letzten Metern von IKEA? Mein Wäschekorb. Körbeweise allerdings. Er lächelte mich an und sagte: &#8220;Nimm mich mit, nimm mich mit!&#8221; Meine Wohnung zu Hause hörte das auch und rief: &#8220;Nimm ihn mit, nimm ihn mit!&#8221;</p>
<p>Da hat man einfach keine Chance. Bei IKEA geht man nicht so einfach hinaus. Alter Schwede, sag ich nur. Die Kassiererin meinte, ihr gehe es genauso: &#8220;Das Geld muss ja irgendwo bleiben!&#8221; Haha. Ja, wo bleibt denn das liebe Geld? Bei uns jedenfalls nicht!</p>
<p>Den langen Weg zurück nach Südkreuz, da hatte ich echt keinen Bock drauf und meine Knie schon gar nicht. Das Taxi kam wie gerufen. Es stand schon da und wartete. Wohl nur auf mich. Ein netter kleiner älterer Taxifahrer mit Akzent. Ob er denn jede Straße von Berlin kennt, wollte ich frecherweise wissen. Oh nein, das gehe gar nicht &#8211; bei 16.000 Berliner Straßen. Wie lange er schon in Berlin sei, wollte ich wissen. Seit 1968, da war er 22 Jahre! Er verriet mir eine Abkürzung, wie man schneller zu Fuß zum IKEA kommt und nach dem Bezahlen bekam ich sogar noch Gold vom ihm geschenkt: ECHTES GOLD.</p>
<p>Oh &#8211; danke, sagte ich, das lege ich gleich bei der Deutschen Bank an! Es war ein kleines goldenes Miniheftchen. &#8220;Etwas zum Lesen &#8230;&#8221; verabschiedete sich der Taxifahrer.</p>
<p>In der S-Bahn blätterte ich ein wenig drin: <em>&#8220;Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.&#8221;</em> Nicht schlecht! &#8211; <em>&#8220;Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.&#8221;</em> Genau! &#8211; <em>&#8220;Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen &#8230;&#8221;</em> - Ich glaube, man sollte das nicht wörtlich nehmen. &#8211; <em>&#8220;Alles, um was ihr betet und bittet &#8211; glaubt, dass ihr es empfangt, und es wird euch werden.&#8221;</em> - Also, nicht das Sein bestimmt das Bewusstsein. Sondern euer Bewusstsein bestimmt euer Schicksal, Glück oder Unglück.</p>
<p>Wie bei der Angst. Die kann man sich wegdenken. Oder wie der Autor sagte: Einfach deinstallieren! Mit seinem Geiste. Mit ihrem Geiste.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Montag, 5. November 2012 &#8211; Bodo Bodenstein</p>
<p><a href="http://www.pahaschi.de/echtes-gold/am-hackeschen-markt/" rel="attachment wp-att-470"><img title="Am Hackeschen Markt" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/11/Am-Hackeschen-Markt-300x225.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://www.pahaschi.de/echtes-gold/synagoge-vom-monbijou-park-aus/" rel="attachment wp-att-471"><img title="Synagoge vom Monbijou-Park aus" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/11/Synagoge-vom-Monbijou-Park-aus-300x225.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://www.pahaschi.de/echtes-gold/oranienburger-strase/" rel="attachment wp-att-472"><img title="Oranienburger Straße" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/11/Oranienburger-Straße-300x225.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a><br />
<a href="http://www.pahaschi.de/echtes-gold/tucholskystrase/" rel="attachment wp-att-473"><img title="Tucholskystraße" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/11/Tucholskystraße-300x225.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://www.pahaschi.de/echtes-gold/potsdamer-platz/" rel="attachment wp-att-474"><img title="Potsdamer Platz" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/11/Potsdamer-Platz-300x225.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://www.pahaschi.de/echtes-gold/lesestunde/" rel="attachment wp-att-475"><img title="Lesestunde" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/11/Lesestunde-300x225.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a><br />
<a href="http://www.pahaschi.de/echtes-gold/german-wurstbude/" rel="attachment wp-att-476"><img title="German Wurstbude" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/11/German-Wurstbude-225x300.jpg" alt="" width="84" height="112" /></a> <a href="http://www.pahaschi.de/echtes-gold/going-to-ikea/" rel="attachment wp-att-477"><img title="Going to IKEA" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/11/Going-to-IKEA-300x225.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://www.pahaschi.de/echtes-gold/schonhauser-allee/" rel="attachment wp-att-478"><img title="Schönhauser Allee" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/11/Schönhauser-Allee-300x225.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a><br />
<a href="http://www.pahaschi.de/echtes-gold/echtes-gold/" rel="attachment wp-att-479"><img title="Echtes Gold" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/11/Echtes-Gold-300x225.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Krank oder Gesund?</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/krank-oder-gesund/</link>
		<comments>http://www.pahaschi.de/krank-oder-gesund/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Oct 2012 18:44:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schon hatte ich befürchtet, der Oktober-Artikel dieses Blogs wird wohl diesmal ausfallen &#8211; wegen Bodennebel in der Birne -, da las ich vorhin auf <a href="http://www.mut-zum-anderssein.de/freiraumglaubrecht1.html" target="_blank">www.mut-zum-anderssein.de</a> folgenden Artikel: Es ging um die Frage der echten psychologischen Behandlung einer psychischen Erkrankung im Gegensatz zur bloßen Symptomunterdrückung, das die meisten Ärzte praktizieren: nämlich nur Medikamente verordnen.</p>
<p>Der Autor stellte die These auf, das Ideale Selbst des Kranken, in der Psychose und Manie um Größenordnungen erhöht, und auf Verletzungen in der Kindheit beruhend, verbaut &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schon hatte ich befürchtet, der Oktober-Artikel dieses Blogs wird wohl diesmal ausfallen &#8211; wegen Bodennebel in der Birne -, da las ich vorhin auf <a  href="http://www.mut-zum-anderssein.de/freiraumglaubrecht1.html" target="_blank">www.mut-zum-anderssein.de</a> folgenden Artikel: Es ging um die Frage der echten psychologischen Behandlung einer psychischen Erkrankung im Gegensatz zur bloßen Symptomunterdrückung, das die meisten Ärzte praktizieren: nämlich nur Medikamente verordnen.</p>
<p>Der Autor stellte die These auf, das Ideale Selbst des Kranken, in der Psychose und Manie um Größenordnungen erhöht, und auf Verletzungen in der Kindheit beruhend, verbaut dem Kranken eine realistische Sicht auf die eigene Person. Es komme darauf an, diese Idealvorstellung von sich zu erkennen und kritisch zu hinterfragen:</p>
<p>Bin ich wirklich ein großes Genie, dass eine allumfassende Lebenstheorie entwerfen kann (obwohl ich nur 5 Bücher im Regal zu stehen habe)? Kann ich sämtliche Sprachen der Welt verstehen und sprechen (obwohl manche Leute mein Sächsisch kaum verstehen)? Kann ich ein höchst kompliziertes Universalprogramm am Computer programmieren (obwohl ich nur ein einfacher Autodidakt bin und die Sprache &#8220;C&#8221; schon zu hoch für mich ist)? Bin ich der größte Heiler Deutschlands (obwohl ich nur eine Selbsthilfegruppe in der Kleinstadt leite)? Kann ich alle Menschen glücklich machen (obwohl ich doch selbst unglücklich bin)? Bin ich wirklich der Retter der Welt (obwohl meine eigene Welt das reinste Chaos ist)?</p>
<p>Wenn man erkennt, so der Autor, dass das Ideale Selbst eine Illusion ist, kommt das Wahre Selbst zum Vorschein und eine Heilung der Erkrankung ist möglich. Wenn man wieder an die eigenen Bedürfnisse denkt und nicht an die Rettung der Welt, kommt man in der Genesung schon einen großen Schritt voran. Dann kann man sich sagen: &#8220;Ich brauche Ordnung. Ich brauche Liebe. Ich brauche Zuwendung. Ich brauche Geld. Ich brauche einen Job. Ich brauche Kollegen.&#8221;</p>
<p>So denkt der normale Mensch. Für ihn ist die Beglückung der Welt mit irgendeinem Quatsch ohne Bedeutung. Er denkt an sein eigenes Fortkommen. Und das schon seit Kindesbeinen an. Sein Ethik-Gen ist allerdings schon seit der Schulzeit verkümmert: als ohne Gewissenbisse abgeschrieben wurde, um eine bessere Note zu ergattern; als tatenlos zugesehen wird, wie schwächere Schüler gemobbt werden, um nicht selber Zielscheibe zu werden; als gnadenlos auswendig gelernt wird, obwohl man nicht die Bohne kapiert hat. So täuscht und trickst sich der Normalo durchs Leben.</p>
<p>Wenn man auf Kosten anderer dicke Kohle verdienen kann, kommt man nicht in die Psychiatrie. Nein, dann kommt man ins Fernsehen! Wenn man mit einer cleveren Geschäftsidee Millionen verdienen kann, ist man das gesellschaftliche Vorbild schlechthin! Wenn man seine Nächsten tüchtig zur Sau machen kann, wird man nicht etwa fixiert. Nein, dann wird man Konzern-Manager! So läuft das ab, wenn man normal ist &#8230;</p>
<p>Da sagen selbst schon Psychiater: &#8220;Irre. Wir behandeln die Falschen!&#8221;</p>
<p>Wenn man als Kranker nun von seinen Illusionen lässt, tritt also eine Heilung ein. Gut. Da fällt mir ein Zitat von Mark Twain ein:</p>
<p>&#8220;Trenne dich niemals von deinen Illusionen! Du wirst zwar weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.&#8221;</p>
<p>Was sagt Ihr dazu?</p>
<p>Euer Bodo Bodenstein</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><a href="http://www.pahaschi.de/krank-oder-gesund/gottes-schopfung/" rel="attachment wp-att-461"><img class="size-medium wp-image-461" title="Gottes Schöpfung" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/10/Gottes-Schöpfung-300x175.jpg" alt="" width="300" height="175" /></a></p>
<p>Gottes Schöpfung im Oktober</p>
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		<title>Botschaft aus dem Exil</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/botschaft-aus-dem-exil/</link>
		<comments>http://www.pahaschi.de/botschaft-aus-dem-exil/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 06:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pahaschi.de/?p=445</guid>
		<description><![CDATA[<p>(von Gabriele)</p>
<p>Ach, liebe Freunde:</p>
<p>Im dichten Nebel eures eisigen Schweigens<br />
Dehnt sich meine Entgleisung ins Uferlose:</p>
<p>Keine Haltepfeiler mehr sichtbar<br />
Auf die ich mich stützen könnte<br />
Keine Hinweisschilder<br />
Die mir das Ziel und die Richtung zeigen<br />
Keine Grenzmarkierungen,<br />
Die mich in meine Schranken weisen.</p>
<p>Ich bin ratlos und fremd hier</p>
<p>Die konturlose Grauzone zwischen uns<br />
Verschlingt in bitterem Sog<br />
Auch die vielen bunten Ideen<br />
Die permanent in einem<br />
Breiten und frei fließenden Strom<br />
Meinem gemarterten Gehirn entweichen<br />
Und in &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>(von Gabriele)</p>
<p>Ach, liebe Freunde:</p>
<p>Im dichten Nebel eures eisigen Schweigens<br />
Dehnt sich meine Entgleisung ins Uferlose:</p>
<p>Keine Haltepfeiler mehr sichtbar<br />
Auf die ich mich stützen könnte<br />
Keine Hinweisschilder<br />
Die mir das Ziel und die Richtung zeigen<br />
Keine Grenzmarkierungen,<br />
Die mich in meine Schranken weisen.</p>
<p>Ich bin ratlos und fremd hier</p>
<p>Die konturlose Grauzone zwischen uns<br />
Verschlingt in bitterem Sog<br />
Auch die vielen bunten Ideen<br />
Die permanent in einem<br />
Breiten und frei fließenden Strom<br />
Meinem gemarterten Gehirn entweichen<br />
Und in sinnlosem Streben nach Oben<br />
Langsam gegen den nicht mehr<br />
Sichtbaren Himmel driften<span id="more-445"></span></p>
<p>Kein Licht erhellt die unheimliche Szenerie:<br />
Die trübe Funzel vernünftigen Denkens<br />
Die trotz ihrer geringen Reichweite<br />
Bisher mein Leben hinreichend belichtet hat<br />
Ist fast vollständig erloschen</p>
<p>Sie beleuchtet gerade noch so meine Füße<br />
Die sich unsicher tastend und sehr langsam<br />
In eine nicht bestimmbare Richtung bewegen.</p>
<p>Vorwärts? Rückwärts? Seitwärts?<br />
Vielleicht sogar ganz und gar ab-wegig ?</p>
<p>Was weiß denn ich!</p>
<p>Alle meine Kerzen habe ich<br />
aufgebraucht oder verschenkt</p>
<p>Auch auf die unübertreffliche Leuchtkraft<br />
Der Sonne kann ich nicht bauen<br />
Denn ihre selbstverständliche Anwesenheit<br />
Erhellt naturgesetzmäßig nur<br />
Die turbulenten Notwendigkeiten der Tage</p>
<p>Ich aber taumle bei Neumond durch eine Nacht<br />
Deren Dunkel nicht schwärzer sein könnte<br />
Als ich es mir jemals vorzustellen wagte</p>
<p>Welcher in seiner maßlosen Gerechtigkeit<br />
Und gnädigen Güte<br />
Unerforschliche, unfassbare Gott<br />
Hat euch bloß damit beauftragt<br />
Mich in diese groben Umstände hineinzustoßen?</p>
<p>Welche Verbrechen habe ich nur begangen<br />
Dass ich so streng bestraft werden muss?</p>
<p>Ich bin mir keiner Schuld bewusst<br />
Stets habe ich ordentlich<br />
- zumindest dem Grunde nach -<br />
Die geltenden Gesetze befolgt<br />
Auch unter widrigen Umständen</p>
<p>Wo und wann habe ich wie gefehlt?<br />
Habe ich euch den Dank vorenthalten<br />
Und zuviel Hohn und Spott<br />
Über auch ausgegossen?</p>
<p>Wie immer es sei:</p>
<p>Lasst meine lautlosen Schreie<br />
Nicht länger unerwidert<br />
In den weiten Räumen<br />
Unserer Seelenverbindung<br />
Wirkungslos verhallen</p>
<p>Lasst uns gemeinsamen aufschauen<br />
Zu jenem unbekannten Gott<br />
Dessen sanftes Lächeln<br />
Mit Nachsicht und Geduld<br />
Meinen irren Taumel<br />
Durch Nacht und Nebel<br />
Beharrlich begleitet</p>
<p>Lasst uns gemeinsam beten<br />
Er möge sein mildes Angesicht<br />
Auch wieder leuchten lassen über mir<br />
Und mir senden seinen himmlischen Frieden<br />
Damit ich wenigstens soweit intakt werde<br />
Dass ich mir selbständig die Nase putzen<br />
Und ordentlich meine Schuhe zubinden kann</p>
<p>Sicher wäre es hilfreich<br />
Wenn ich wieder mühelos und korrekt<br />
Eins und eins zusammenrechnen könnte<br />
Und meine Stimme zurück erhielte<br />
Die sich verzagt und aus Furcht<br />
Vor der geballten Wucht der Ereignisse<br />
In die hintersten Winkel<br />
Meiner Körperlichkeit verkrochen hat<br />
Und dort still und bescheiden wartet<br />
Bis die Luft draußen wieder rein ist<br />
Damit sie unbeschwert herauskommen<br />
Und erneut die großen Töne spucken kann<br />
Für die ich allseits berühmt bin</p>
<p>Möge doch auch die Spucke<br />
Die mir vor Schreck<br />
Einfach weggeblieben ist<br />
Und meinen Gaumen<br />
In eine trockene Wüste verwandelt<br />
Sich wieder einfinden und<br />
Meine Mundhöhle befeuchten<br />
Wie es sich gehört</p>
<p>Liebe Freunde, hört also:</p>
<p>Nahezu endlos könnte ich<br />
Meinen inneren Zustand<br />
Ausführlich und verschnörkelt<br />
Mit zahlreichen Worten umrunden<br />
Und meinen Aufenthaltsort in der Welt<br />
Und auch die Wege dahin präzise beschreiben<br />
Damit ihr mich auf jeden Fall findet<br />
Und tun könnt was getan werden muss</p>
<p>Das mache ich jetzt aber nicht</p>
<p>So Gott will<br />
Werden unsere Wege sich<br />
Noch einmal kreuzen</p>
<p>Oder auch nicht.</p>
<p>Ich mache den Deckel meines prall<br />
Mit Buchstaben, Worten und Sätzen<br />
Gefüllten Schatzkästleins jetzt zu<br />
Und setze mich drauf</p>
<p>Dann warte ich<br />
In stiller Ergebenheit<br />
Auf euer Erscheinen<br />
Den Weltuntergang<br />
Oder meinen Tod</p>
<p>Amen</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Meine Geschichte</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/meine-geschichte/</link>
		<comments>http://www.pahaschi.de/meine-geschichte/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2012 16:15:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Eine Leserzuschrift, anonym:</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>meine geschichte</p>
<p>1969 : geburt, wieder mal? wen interessierts&#8230;<br />
- : mama, warum umarmst du mich nie?&#8230;<br />
- : papa benutzt mich als fussball, autsch&#8230;<br />
- : ich kann keine nähe ertragen&#8230;<br />
- : bloß keine gefühle zulassen, schadet eh nur&#8230;<br />
- : ich liebe euch mädchen, aber kommt mir nicht zu nah&#8230;<br />
1991 : erster und letzter sex&#8230;<br />
- : alkohol, angst, panik&#8230;<br />
2003 : kellner, einmal eine psychose bitte, danke&#8230;<br />
2005 : wellnessurlaub in &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Leserzuschrift, anonym:</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>meine geschichte</p>
<p>1969 : geburt, wieder mal? wen interessierts&#8230;<br />
- : mama, warum umarmst du mich nie?&#8230;<br />
- : papa benutzt mich als fussball, autsch&#8230;<br />
- : ich kann keine nähe ertragen&#8230;<br />
- : bloß keine gefühle zulassen, schadet eh nur&#8230;<br />
- : ich liebe euch mädchen, aber kommt mir nicht zu nah&#8230;<br />
1991 : erster und letzter sex&#8230;<br />
- : alkohol, angst, panik&#8230;<br />
2003 : kellner, einmal eine psychose bitte, danke&#8230;<br />
2005 : wellnessurlaub in der klinik, mal richtig ausspannen&#8230;<br />
2009 : arbeit in einer werkstatt, es geht aufwärts <img src='http://www.pahaschi.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> &#8230;<br />
2012 : krisen, einsamkeit, unendliche sehnsucht&#8230;<br />
2012, 11.april: ich kann nicht mehr&#8230;<br />
ich-kann-ein-fach-nicht-mehr&#8230;<br />
tränen&#8230;<br />
warum ich&#8230;<br />
wieso kann ich nicht gesund sein&#8230;<br />
warum helfen die medikamente nicht&#8230;<br />
wieso habe ich so große angst vor frauen&#8230;<br />
tränen&#8230;<br />
ich will lieben&#8230;<br />
ich will geliebt werden&#8230;<br />
ich will sex haben&#8230;<br />
ich will nicht verletzt werden&#8230;<br />
ich will kinder&#8230;<br />
ich will der beste vater werden&#8230;<br />
tränen&#8230;<br />
was für ein scheißleben&#8230;<br />
umbringen? ich lach´ später drüber&#8230;<br />
tränen&#8230;<br />
verdammte scheiße&#8230;<br />
verdammte verdammte scheiße verdammte&#8230;<br />
ich hab kein bock mehr&#8230;<br />
ich habe echt kein bock mehr&#8230;<br />
wut&#8230;<br />
leck mich am arsch du scheißleben&#8230;<br />
leck-mich-am-arsch&#8230;<br />
ich bin kein opfer&#8230;<br />
schon besser&#8230;<br />
ich merke&#8230;<br />
ich bin stark&#8230;<br />
trotz allem&#8230;<br />
tränen&#8230;<br />
zuversicht&#8230;<br />
ich bin ein mensch&#8230;<br />
ich kämpfe&#8230;<br />
was die zukunft bringt? wer weiß&#8230;<br />
manche frauen&#8230;<br />
mögen sensible Männer&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zwangsbehandlung in der Psychiatrie</title>
		<link>http://www.pahaschi.de/zwangsbehandlung-in-der-psychiatrie/</link>
		<comments>http://www.pahaschi.de/zwangsbehandlung-in-der-psychiatrie/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 06:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pahaschi.de/?p=429</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ein Erfahrungsbericht von Kim zur freundlichen Weitergabe</p>
<p><strong>Vorgeschichte:</strong></p>
<p>Arzthelferin, 14 Jahre im Dienst und zuletzt angestellt als Alleinkraft in einer Praxis mit zwei Ärzten. Schwerpunkte: Anaesthesie, Schulmedizin, Naturheilkunde, Notfallmedizin, komplette organisatorische Praxisleitung</p>
<p>Verheiratet, Führerschein Klasse drei, Zusatzausbildungen in Gerätetechnik, Röntgenschein u.v.m., 1 Reanimation</p>
<p>Arbeitsfelder: Chirurgie, Allgemeinmedizin, Innere, Orthopädie, CA Sekretäriat</p>
<p>Pflege einer behinderten Mutter über 30 Jahre, zuletzt Pflegefall</p>
<p>1991 Heirat. Psychische und sex. Gewalt durch Ehemann, 1994 Infektion mit Picorna-viren führten zu einem massiven Leistungsabfall der nicht wieder hergestellt &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Erfahrungsbericht von Kim zur freundlichen Weitergabe</p>
<p><strong>Vorgeschichte:</strong></p>
<p>Arzthelferin, 14 Jahre im Dienst und zuletzt angestellt als Alleinkraft in einer Praxis mit zwei Ärzten. Schwerpunkte: Anaesthesie, Schulmedizin, Naturheilkunde, Notfallmedizin, komplette organisatorische Praxisleitung</p>
<p>Verheiratet, Führerschein Klasse drei, Zusatzausbildungen in Gerätetechnik, Röntgenschein u.v.m., 1 Reanimation</p>
<p>Arbeitsfelder: Chirurgie, Allgemeinmedizin, Innere, Orthopädie, CA Sekretäriat</p>
<p>Pflege einer behinderten Mutter über 30 Jahre, zuletzt Pflegefall</p>
<p>1991 Heirat. Psychische und sex. Gewalt durch Ehemann, 1994 Infektion mit Picorna-viren führten zu einem massiven Leistungsabfall der nicht wieder hergestellt werden konnte, 2 Werte chronisch erhöht geblieben</p>
<p>1995 erste sogenannte Psychose, Ohnmachtsanfälle und Weinkrämpfe.  Diagnosen bis 2011: Zustand nach affektiver Psychose 1994 und PTBS. Keine weiteren Psychosen bis 2011.</p>
<p>2001 – 2011: Therapien, Verarbeitung der Lebensgeschichte in Form von Geschichten und Gedichte. 2004 Outing als Missbrauchsopfer. Verdrängter sex. Kindesmissbrauch war schon 1994 aufgetaucht. Viele Jahre Arbeit und Unterstützung durch Lara und Wildwasser und Therapeuten.</p>
<p>Flashbacks wurden stärker, die Vergangenheit deutlich und komplett.</p>
<p>November 2010. Sprung vom Neuroleptika. Neuroleptikaentzug.</p>
<p>Hypnose im März 2011. Sexueller Übergiff durch Hypnotherapeut. Keine therapeutische Einbettung während der Hypnose, keine Aufklärung. Erinnerungen wurden stärker. Durch den Übergiff in Hypnose, vier Tage massiv getrunken. Ca. 20 Liter. Entzugsdelir. Kompletter Zusammenbruch.<span id="more-429"></span></p>
<p><strong>Erster Krankenhausaufenthalt. Kein reden.</strong></p>
<p>Ein Neuroleptikaentugssyndrom, ein Alkoholentzugssyndrom, ein Enzugsdelir und die Diagnose: gesicherte Posttraumatische Belastungsstörung wurden als gesicherte Diagnosen meines Arztes angeführt. Jedoch dort in der Klinik nicht aufgegriffen.</p>
<p>Man verpasste mir umgehend die Diagnose Schizomanie und behandelte mich mit Risperdal und Tegretal. Ohne es zu wissen, verpasste man mir auch noch ein Schlafmittel und verkaufte es mir als Magenmittel.</p>
<p>DAS ist Körperverletzung! Komplettes Ignorieren meiner zuvor gestellten Diagnosen. Die Hypnose wurde mir als „sie glaubt eine Hypnose gehabt zu haben“ unterstellt, dabei gab es dafür sogar eine Rechnung.</p>
<p>Nach drei Wochen ging ich. Ich setzte die Medikamente ab und schlich sie nicht aus, was mir nicht gut bekam.</p>
<p>Die Flashbacks wurden wieder stärker und endeten letztendlich in einem Flash, der meine emotionale Situation nach der ersten Vergewaltigung durch meinen Vater wiederspiegelten.</p>
<p>Kurzschlußreaktion. Ich schluckte 50 Psychoparmaka. Durch das Verhalten meines Arztes, war ich in einem Retraumata gelandet. Ich brachte mich selbst in die Klinik und lag dort 16 Stunden lang auf der intensiv. Nachts um 3 ging ich dann  auf die Geschlossene um noch weiter auszunüchtern und das Intensivbett zu räumen.</p>
<p>Man ließ mich nicht gehen. Ich schilderte meine Situation. Nichts glaubte man mir. So sehr ich auch beteuerte, an einer PTBS zu leiden, Missbrauchsopfer zu sein und zu erklären das ein Flash zu der Kurzschlußhandlung geführt hatte, es half nichts. Man verpasste mir Eigen- und Fremdgefährdung, weil ich hinter einem Arzt die Tür zu schnell geschlossen hatte. Dieser hatte sich noch eins gelacht als er ging und in dem Bericht stand dann, ich hätte ihn gefährdet. Man verpasste mir auch hier, die Diagnose schizoaffektive Psychose.</p>
<p>Zwei Tage später brach ich zusammen und bekam eine Diazepam. Ich hielt die geschlossene Situation nicht aus und ich kam dort nicht zur Ruhe. Eine diensthabende Ärztin erklärte ich erneut, das ich Missbrauchopfer bin und als Kind von meinen Eltern 10 Jahre isoliert gehalten worden war. Diese Situation brachte mich an die Grenzen meiner Kräfte. PTBS im Rücken, Retraumata durch sex. Übergiff meines Arztes und Zwangssituation, auch als Kind erlebt. Entrechtet, Enteignet und Entmündigt wie ich die Jahre meiner Kindheit erlebt hatte.</p>
<p>An diesem Tage ging ich unter dem Druck und Zwang in ein Dissoziatives Verhalten. Zwei Tage später fiel ich um, als meine Verfügung für meinen Bruder verschwunden war und ich wußte, ich konnte nicht fliehen und nicht kämpfen. Totstellreflex.</p>
<p>Ich nahm die Medikamente um an der Situation nicht zu zerbechen.  Zwei Tage vor Ende des Beschlusses von zwei Wochen, gab man mir statt 2mg Risperdal, 6 mg und statt 400mg Tegratel 800. Ich war so verzweifelt, dass ich diese Pillen schluckte.</p>
<p>Ich schlief bis mittags nächsten Tag, als der Amtsarzt an mein Bett kam. Ich nahm nicht war, wer noch in diesem Zimmer war. Ich schlief ständig ein, lallte und lachte. Ich stand total unter der Wirkung dieser Medikamente und war des redens so gut wie nicht mehr fähig.</p>
<p>JEDER – hätte gesehen, das ich unter Tabletteneinfluss gestanden habe! Man verkaufte mein Verhalten als paranoid, mein Zustand hätte sich angeblich nicht verändert…. Und ich sei nicht krankheitseinsichtig!!!  6 weitere Wochen…. Zwang und Gewalt.</p>
<p>Eine vom Risperdal herrührende Taubheit und Mittelohrentzündung wurde erst nach 3 Wochen behandelt. Eine heftige allergische Reaktion auf die Medikamente, wie Atemnot, Hautjucken und Ausschlag wurden mit einer Citirizin behandelt.</p>
<p>Ich legte Widerspruch ein. Man befand den sex. Kindesmissbrauch, die Flashbacks, die PTBS als Ausdruck meiner Paranoidität!!!!!!</p>
<p>10 Jahre Leid und Therapien haben meine Geschichte offenbart.</p>
<p>Ich fiel noch 3 mal um, wahrscheinlich aufgrund der so schlimmen Stresssituation. Ich geriet noch tiefer in meine Kindheitserinnerungen. Ich durchlebte sie auch emotionale und massiv Körperlich. Aber das wollte ja niemand hören.</p>
<p>Ständig übergriffiges Verhalten dort ließen mich umfallen und die unverschämte Frage danach von den Ärzten und Schwestern: Wollen Sie uns etwas sagen? Dabei hatte ich die ganze Zeit davon gesprochen. DAS ist psychische Gewalt am Menschen!!</p>
<p>Nach 9 Wochen ging ich. Ich bin schwer traumatisiert, erneut. Mir ist passiert, was mir als Kind passiert war.</p>
<p>Der betreffende Arzt, hat sich nicht mehr blicken lassen. Erst im nach hinein bekam ich heraus, dass dieser, derzeit für eine Hypnotherapie noch nicht die Ausbildung abgeschlossen hatte und wahrscheinlich deshalb diese Hypnose auch bei den Ärzten nicht angegeben hat.</p>
<p>Meine Diagnosen heute von den Ärzten. Schizoaffektive Psychose. Schizomanie. Neuroleptika.</p>
<p>Neuerliche psychologische Test haben ergeben, das ich an einer Posttraumatischen Belastungsstörungen leide, im akuten Fall mit Dissoziativen Zuständen. Dass das Bundesverfassungsgericht im März 2011 Zwangsbehandlungen verboten hat, hat diese Ärzte, Amtsärzte und Richter, nicht davon abgehalten, mich zu quälen und im Namen der Menschheit, mir das Rückgrat zu brechen.</p>
<p>Das ist Folter gewesen im Namen der Medizin! Ich habe diesen Eid auch einst geleistet, doch noch nie, ist mir so bewusst geworden, dass sich niemand daran hält. Was ich erlebt habe, war schwerste Körperverletzung und mit diesen Diagnosen, wird mir eine akkurate Therapie und Hilfe nicht möglich sein.</p>
<p>Eine Diagnosestellung von einer PTBS und schizoaffektiver Psychose macht keinen Sinn.</p>
<p>Ihr habt mich fast kaputt gemacht! Ich schleiche aus. Die Medikamente machen eine Bewußtseinseintrübung, Entzündungen. Ich habe keine Sexualität mehr – auch im Beipackzettel beschrieben. Ich bin dann mal eben weg. Lebensverkürzung bis zu 30 Jahren usw.</p>
<p>Menschenrechte in der Psychiatrie? Niemals. Ohne reden und reden lassen, werden weiter Falschdiagnosen gestellt werden. Die Medikamente, depersonalisieren den Menschen, machen ihn zu einer leeren Hülle, ohne Gefühl und Verstand.</p>
<p>Und ihr schämt euch immer noch nicht? Was in den Kliniken mit Menschen abläuft ist die bewußte Schädigung eines Menschen. Dies hat mit Medizin nichts zu tun.</p>
<p>Kim</p>
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		<title>Die Urzeitsippe</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 08:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Neulich habe ich mal in einem schlauen Buch gelesen, dass der Mensch viele Hunderttausende von Jahren nur in Familien- und Stammesverbänden von maximal 160 Individuen gelebt haben soll, dem Stammesverband &#8211; der Urzeitsippe.</p>
<p>Und weiter stand geschrieben: Diese Fähigkeit der Beziehungsaufnahme hat der Mensch bis heute sich erhalten. Anders gesagt: Mehr Kontakte braucht eigentlich kein Mensch, und er kann auch nicht wirklich mehr als 160 echte Beziehungen eingehen, seien da auch noch so viele Facebook-Freunde auf der Liste &#8230;</p>
<p>160 &#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe ich mal in einem schlauen Buch gelesen, dass der Mensch viele Hunderttausende von Jahren nur in Familien- und Stammesverbänden von maximal 160 Individuen gelebt haben soll, dem Stammesverband &#8211; der Urzeitsippe.</p>
<p>Und weiter stand geschrieben: Diese Fähigkeit der Beziehungsaufnahme hat der Mensch bis heute sich erhalten. Anders gesagt: Mehr Kontakte braucht eigentlich kein Mensch, und er kann auch nicht wirklich mehr als 160 echte Beziehungen eingehen, seien da auch noch so viele Facebook-Freunde auf der Liste &#8230;</p>
<p>160 Personen &#8211; das ist heutzutage ein hübsches kleines Dorf, wo es überall auf der Welt und in Deutschland vorkommt. Und jeder weiß über jeden Bescheid! So ist das eben auf dem Dorf und in der Ursippschaft.</p>
<p>Da kann man sagen: Ein Stadtbewohner aus Berlin oder München, aus jeder beliebigen Großstadt, hat doch jeden Tag so viele Kontakte. Im Nahverkehr, im Job, in der Freizeit &#8211; was da im Monat an Personen zusammenkommt, das sind doch Tausende? Aber sind es echte Beziehungen? Spricht man wirklich mit allen diesen Leuten? Ist es mehr als ein flüchtiger Blickkontakt?</p>
<p>Schon Tucholsky beklagte die Kurzlebigkeit eines Kontaktes in der Großstadt: <em><strong>Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick &#8211; die Braue, Pupillen, die Lider &#8211; Was war das? &#8211; vielleicht dein Lebensglück &#8230; &#8211; vorbei, verweht, nie wieder.</strong></em></p>
<p>Vielleicht ist es auch die Flüchtigkeit dieser Kontakte und das massenhafte, wiederholte Auftreten dieser Kalamität, das den Menschen krank macht: Studien belegen, dass Schizophrenie z.B. vermehrt unter Großstadtkindern auftritt.</p>
<p>Auf der anderen Seite kann man vielleicht auch sagen: Hat ein Mensch weniger als 160 echte Beziehungen, fühlt er sich nicht ausgefüllt, er oder sie leidet dann an einem Mangel an Kontakten und neigt zu Depression und Selbstzweifel.</p>
<p>Jeder kann diesen Test machen: Wieviele echte Beziehungen habe ich? In die Mitte des Blattes schreibt man &#8220;ich&#8221; (Berliner schreiben &#8220;icke&#8221;) und drumherum gruppiert man die Menschen die einem nahe stehen: Je näher die Beziehung, desto dichter dran. Und all die Menschen, mit denen man im Laufe einer Woche, eines Monats, eines Jahres freundlich Worte wechselt &#8230;</p>
<p>Und was soll ich sagen? Meine Großstadtkontakte und Familienbeziehungen summieren sich wie von Geisterhand gesteuert um die Zahl 160!</p>
<p>Probiert es aus!<br />
Euer Bodo</p>
<p><a href="http://www.pahaschi.de/die-urzeitsippe/beziehungen-mini/" rel="attachment wp-att-412"><img class="size-full wp-image-412 alignleft" title="Die Menschen um einen herum" src="http://www.pahaschi.de/wp-content/uploads/2012/03/Beziehungen-mini.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gedicht: <a href="http://www.yolanthe.de/lyrik/tucho01.htm" target="_blank">Augen in der Großstadt</a> von Kurt Tucholsky (1890-1935)</p>
<p>&nbsp;</p>
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