Mein Ärger mit der Kindergeldkasse

Erstellt von Bodo am 17. Dezember 2010 – 15:10 -

Lieber Bodo Bodenstein,ich muss meinem Herzen Luft machen. Seit 10 Jahren ist mein Sohn an paranoider-halluzinatorischer Schizophrenie erkrankt. Ich arbeite im öffentlichen Dienst, bekomme daa Kindergeld nicht von der Arbeitsagentur, sondern der öffentlichen Verwaltung ausbezahlt.

Ich habe seit 8 Jahren nur Schikane erlebt. Ich hatte meinen Sohn beim Arbeitsamt arbeitslos gemeldet (musste man machen, um das Kindergeld zu bekommen). Die Sachbearbeiterin hatte mir nicht gesagt, dass ich dies wiederholen müsse.

Der Sachbearbeiter von der Kindergeldkasse (öffentlicher Dienst) hat dann mir ohne meine Kenntnis einfach das Kindergeld nicht ausbezahlt (kein Kindergeld auf dem Gehaltskonto). Ich rief an. Man sagte mir, dass sie vom Arbeitsamt informiert wurden, dass mein Sohn sich nicht mehr arbeitslos gemeldet hätte????.

Ich war baff! Dies war der Anfang einer langen ärgerlichen Geschichte, die noch nicht beendet ist.

Der Sachbearbeiter, dem ich ein Attest des behandelden Arztes (Psychiater) vorgelegt habe, sagte mir, nein, das reicht nicht aus. Ich musste mit meinen Sohn zum Gesundheitsamt gehen, um noch einmal die Nichtarbeitsfähigkeit bestätigen zu lassen. Ich muss sagen, der Arzt vom Gesundheitsamt war sehr freundlich (Ist schon 7 Jahre her). Das Attest wurde dann anerkannt.

Mein Sohn musste zwei Ausbildugen gleich von Anfang an abbrechen, weil es durch die Krankheit nicht möglich war zu arbeiten.

Es gibt doch Gesetze, die sagen, dass wer vor dem 27. Lebensjahr erkrankt, behindert ist (Schwerbehindertenausweis usw.) das Kindegeld lebenslang bekommt. Ich habe nach gründlicher Überlegung dann im Dezember 2003 Antrag auf Schwerbehinderung gestellt. dem auch mit 50 % entsprochen wurde. Den Schwerbehindertenausweis habe ich der Kindergeldkasse, die inschwisen wieder wissen woltle, was Sache ist vorgelegt.

Das wär aber auch nicht ausreichend, erklärte die Kindergeldkasse. Es mussten, außer Attesten, noch Bescheingungen über seinen derzeitigen Gesundheitszustand und Arbeitrsfhähigkeit, wie Aufnahme in eine Werkstatt für Behinderte, vorgelegt werden. Mein Sohn hat das mit der Werkstatt auch nicht hingekriegt.

Zwischendurch hat der Sachbearbeiter, den sie frühzeitig in den Ruhestand verabschiedet haben, wieder aktiv, Ich bekam einen Lohnzettel vom halben Gehalt. Ich dachte ich muss in die Luft gehen. Er hatte im EDv-Progamm einen Haken vergessen (Ortszuschlag 90 Euro). Der Computer druckte dann von den vergangenen Monaten Gehaltszettel aus, die um den Ortszuschlag verminderrt waren. Ich rief an, die Chefin sagte mir, bitte entschuldigen Sie, er hat den Haken vergessen.

Nach fünf Jahren ist der Ausweis abgelaufen. Ich habe dann beim Versorgungsamt Antrag auf Ausstellung einers neuen Schwer behindertenausweis gestellt Ich erhielt etwa zwei Wochen vor Ablauf des Schwerbehindertenausweises ein Schreiben , ich solle den neuen Ausweis vorlegen. (Man hat den Fall beobachtet). Ich habe sofort nach Erhalt des Schreibens Kopien des Schwe- rbehindertausweises gemacht (60 % und unbefristet) und an die Kindergeldkasse gesandt. Ohne mir etwas dabei zu denken.

Aber oho. Der nächste Gehaltszettel war wieder ohne Kindergeld.

Man kann sich denken, dass ich wieder vollkommen fertig war. Es gibt eine Beschwerdestelle Psychiatrie. Ich habe überlegt dass ich dort hingehe und mich beschwere.Habe dann aber doch nichts gemacht. Dann bin ich mit der Akte in das Psyachiatriesche Krankenhaus meines Wohnortes gegangen, in dem mein Sohn auch behandelt wird, habe die Akte dem leitenten Arzt der Station vorgelegt. Der hat die Akte dann der Sozialarbeiterin weiterge- geben. Die musste noch ein Fax mit irgendwelchen Attesten hinschicken.

Vorerst mal wieder Ruhe eingekeht.

Mein Sohn wurde dann vor ca 2 1/4 Jahren in einem Wohnheim für Psychisch Kranke aufgenommen. Die Bescheinigung, dass er aufgenommen wurde, wurde wieder an die Kindergeldkasse gesandt. Der Sachbearbeiter teilte mir mit, dass er eine Wieder- vorlage von 3 Jahren mache..Also keine Schikane …..

Meinem Sohn wurde leider gekündigt. Ich habe dann der Kindergeldkasse mitgeteilt, dass er wieder bei mir wohnen wird. Ein neues Attest von der Institusambulanz hatte ich auch, das ich vorlegte.

Mich rief vor zwei Wochen die Chefin der Kindergeldkasse privat an und wollte wissen, was mein Sohn jetzt mache. Ich teilte ihr mit, dass ich (bin geseztliche Betreuerin) die Grundsicherung beangtragen werde sowie die EU beim Renten- versicherungsträger . Der Ton war permanent. Freundlichkeit ist ein Problem! Ich habe vor Schrecken vergessen, was ich sagen wollte. Dass ich doch der Kommune einen Batzen Geld gespart hätte, Eingliederungshilfe sowie Hlifle zum Lebensunterhalt über 3.700 E pro Monat) Kindergeld 184 im Monat. Sie fragfe mich, von was lebt er denn? Ich habe keine Antwort gegeben. Ich weiß nicht warum diese Angelegenheit so permanent überwacht wird. Weiß nur von andern Kindergeldbeziehern, dass sie jeder Vierteljahr irgendeine Bescheinigung vorlegen müssen. (Gibt es viele schwarze Schafe?)

Es kam doch auch mal in den Nachricht, dass Menschen zweimal Kindergeld bezogen hätten, Einmal von der Agentur für Arbeit, des weiteren von den öffentlichen Arbeitgebern.

Ich habe mir gedacht, dass können die nicht mehr zurück verfolgen, wer was zuviel gekriegt hat.

Wenn man meine Geschichte hier liest, muss man denken man kämpt auf einsamer Front.

Ich würde mich freuen, wenn irgendwelche Pahaschis, die solche Sachen auch erlebt hätten, mir im Forum etwas schreiben würden..

Liebe Grüße


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