Population und Fortpflanzung des Homo Sapiens

Erstellt von Bodo am 5. April 2017 – 14:00 -

In der Reihe „Unsere kleine Welt“ möchten wir Ihnen heute eine besondere Primatengattung vorstellen: den Homo sapiens, von voralpinen Genträgern der Art auch Großkopferte genannt.

Laut eigenem Selbstverständnis des über sechs Kontinente und 22 Klimazonen verstreuten Zweibeiners, besitzen die erwachsenen Tiere eine Vorstellung vom eigenen Ich und sind in der Lage alle paar Sonnenjahre eine Art rudimentäre Selbstorganisation zu bilden. Dabei beschränkt sich die Aktivität der Artangehörigen hierbei auf das Malen eines Kreuzes, einer höheren Intelligenzleistung also, die die meisten Mitglieder der Population allerdings überfordert.

Der Homo sapiens ist sehr anpassungsfähig, was seine zum Teil selbstgebauten Behausungen angeht. Er kann zu zehnt auf 30 m² existieren, aber auch alleine in kunstvoll verzierten Burgen mit 500 m² hausen, für die er allerdings in Symbiose mit sogenannten Dienern oder Putzfrauen leben muss.

Verständlicherweise vermehren sich die Beengteren in höherem Tempo, was schon alleine durch die größere Anzahl der Sozialkontakte bedingt ist. Hinzu kommt, daß Weibchen mit mehr Platz und mehr gesammelten Fundstücken nach einem höheren Rang in der Sozialhierarchie trachten, ein Anspruch, der sich mit dem Aufziehen von Nachwuchs nur schwer verträgt. Deshalb ist es unter höhergestellten Sapiens-Primaten Sitte, fremdgezeugte und -geborene Kinder als eigen anzunehmen und den genetischen Müttern ein paar Privilegien, wie mehr Platz und mehr Nahrung, zukommen zu lassen.

Die biologische Fortpflanzung der allermeisten Artmitglieder erfolgt nach berauschenden Ritualtänzen, wenn das männliche Tier das Weibchen in ihr Nest begleitet, und letzteres durch den Konsum von nervenlähmenden Substanzen den Geschlechtsverkehr nicht mehr verweigern kann. Am nächsten Tag können sich beide an nichts mehr erinnern, ziehen von dannen und sehen sich frühestens 9 Monate später vor regulierenden Sozialinstanzen wieder.

Die Aufzucht der Jungen bleibt dann, wie bei den Säugetieren üblich, an den Weibchen hängen. Viele meistern das mit Bravour und Gelassenheit, andere allerdings sind mit der schreienden und schleimabsondernden Brut hoffnungslos überfordert und sind gezwungen, ihre Kinder unfruchtbaren oder höhergestellten Artgenossen zu überlassen [siehe oben].

Manchmal kommt es vor, daß bei der Aufzucht des Nachwuchses noch ein Männchen anwesend ist. Es muss nicht unbedingt der genetische Vater der Jungen sein. Das kann für die Mutter der Jungtiere von Vorteil bei der Nahrungsbeschaffung und der Verteidigung des Revieres sein, aber meistens ist der männliche Sozialpartner nur an Geschlechtsverkehr interessiert, welchen er mit lauten Anal- und Kehlgeräuschen unmißverständlich einfordert.

Diese Art von Balzritual findet oft nach dem Genuss berauschender Substanzen statt, wenn der eigene Kriegerstamm, meist in Schwarz und Gelb bemalt, einen Ritualwettkampf verloren hat. Dann heißt es für das Weibchen auf der Hut zu sein und sich in einem Behausungsabteil des Nestes zu verbarrikadieren.

Die Weibchen der Spezies sind normalerweise zu kunstfertigerer Lautformung befähigt als die Männchen, die sich meistens in Revierkämpfen ein Leben lang abarbeiten. Die Lautformung und der Austausch von Sprache ist Bedingung für das Zusammenleben in Gruppen. Da Konflikte nie ausbleiben ist es für das psychische Wohlbefinden der Mitglieder unabdingbar, zusammen über gerade Nicht-Anwesende herzuziehen und ihnen jegliche Sozialkompetenz abzusprechen. Das geschieht mit jedem reihum, ohne daß es irgendwelche Konsequenzen hätte. Es dient allein dem Aggressionsabbau und der psychischen Reinigung. Homo sapiens, die, aus welchem Grund auch immer, daran gehindert sind, werden schwer krank.

Die Trieb-Kompensation, die beim vorgestellten Primaten infolge der Überbevölkerung stark ausgeprägt ist, erfolgt beim männlichen Tier mit dem Genuss vergorenen Hopfens oder Getreide, während das Weibchen vorgibt, in der Dämmerung zur Nacht nur noch eine Schokolade zu vertilgen, wobei noch ausstehende empirische Forschungen belegen müssen, ob damit ein Stück, eine Tasse oder eine Tafel gemeint ist. Bei einem Sapiens-Weibchen weiß man das nie genau!

;-) Bodo Bodenstein


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