Strafe muss sein!

Erstellt von Bodo am 10. März 2014 – 15:26 -

Beim Radiohören habe ich oft ein schlechtes Gewissen: Als märkisches Gewächs mache ich immer einen großen Bogen um unseren Heimatsender. Wie sagt man? Der Prophet gilt im eigenen Land nichts. Ich höre lieber Berlin 88,8 oder – wenn dort Werbung kommt – springe ich schnell auf den Berliner Rundfunk und umgekehrt. Zwischendurch bleibe ich mal beim Deutschlandradio hängen oder bei Radio MV; manchmal drehe in den Senderknopf bis zum Klassikradio, wenn mir danach ist. Mein Küchenradio ist wie gemacht dafür: klein, handlich, klarer Klang und mit einem Griff ist alles eingestellt. Nur, wie gesagt, bei Antenne Brandenburg wurde immer schnellstens weitergedreht.

Nun, am Aschermittwoch, ist es passiert: Mein kleines Küchenradio hat den Geist aufgegeben! Eigentlich nur das Senderstellrad. Der Plastestab hat die täglichen Drehmomente nicht mehr verkraftet. Was solls – denke ich mir – ich hab ja noch das Smartphone, mit der TuneIn-App, und da kann ich zehntausende Sender weltweit empfangen. Meine Favoriten sind auch schon abgespeichert (siehe oben), aber auch französische Popmusik oder Bayern2-Wissen kann man empfangen.

Nur – mit der Bedienung hapert’s ein bisschen. Drücken, wischen, tippen, wischen … puffern … und erst dann ist der Ton da. Beim Ausschalten das Gleiche: Nein, kein einfacher Schalter … drücken, wischen, tippen, Backtaste drücken; dann die Frage: “Wollen Sie wirklich beenden?” und nochmal auf OK tippen. Das nervt ungemein, wenn z.B. plötzlich das Telefon klingelt.

Also lieber zurück zum Küchenradio: Es spielt ja noch, zwar nur einen Sender, aber immerhin. Auch muss man es jetzt quer auf den Tisch stellen und die Antenne versperrt die halbe Küche … Mister Bean läßt grüßen! Aber das Radio spielt! Glück gehabt, daß das Rad genau auf einem Senderplatz kaputtgegangen ist und nicht auf Rauscheposition. Und dreimal dürfen Sie raten, welchen Festsender ich nun habe: Antenne Brandenburg!!! Will mir irgendwer damit etwas sagen? Nun werde ich wohl 7 Wochen lang Radiofasten mit dem Heimatsender machen, bis ich mir zu Ostern ein neues Küchenradio anschaffe …


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