Doku-Film „Schnupfen im Kopf“ – Premiere

Written by Bodo on 1. November 2010 – 23:14 -

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir zeigen den Dokumentarfilm „Schnupfen im Kopf“ (www.headcoldfilm.net) in Anwesenheit des Teams am Donnerstag um 19h00.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mit freundlichen Grüßen
PR des Kinos Moviemento
Kottbusser Damm 22
10969 Berlin

www.moviemento.de


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2 Comments to “Doku-Film „Schnupfen im Kopf“ – Premiere”

  1. Bodo Says:

    Anmerkung: Es handelt sich um eine Dokumentation einer jungen Filmemacherin über sich und ihre Krankheit Psychose, ihr Bemühen um Verstehen und Bewältigung über einen Zeitraum von 8 Jahren – ein schonungsloser Blick ohne Voyerismus.

  2. Maximilian Müller Says:

    Film „Schnupfen im Kopf“,
    gesehen in Dillingen/Schwaben am 11. 10. 2011

    Der Film „Schnupfen im Kopf“, den ich mir gestern abend in Dillingen angesehen habe,
    war für mich persönlich inhaltlich eher mäßig interessant – was ihn letztlich schlicht und einfach
    zur Zumutung gemacht hat, das ist die Tatsache, daß er überwiegend aus in englischer Sprache abgegebenen Statements verschiedener Beteiligter bestand,
    die allesamt nicht in deutscher Sprache untertitelt waren.
    Einmal war ein längerer Beitrag in ungarischer Sprache enthalten, ebenfalls nicht untertitelt.
    Im Gegensatz dazu waren einige auf deutsch gemachte Aussagen englisch untertitelt,
    was einer Kommentierung angesichts des vorher Geschilderten nicht sonderlich bedarf.

    Ich konnte zwar dem englischen Teil recht gut folgen, die meisten der Anwesenden aber nicht im Geringsten, und ich hätte gerne bei der sich anschließenden Diskussion den veranstaltenden Menschen mit Hilfe meiner rudimentären Ungarischkenntnisse gefragt:
    „Beszélsz magyarul? Nemétül? Angolul? Orosz?“
    und ihm zitiert: „Piros, féher, zöld – ez a magyar föld.“
    Das eine lautet übersetzt:
    „Sprechen Sie ungarisch? Deutsch? Englisch? Russisch?“
    das andere: „Rot, weiß, grün – so ist Ungarns Blüh’n.“ Sinngemäß.
    Viel mehr Volkshochschul-Ungarisch ist bei mir nicht haftengeblieben,
    aber es hätte wahrscheinlich locker ausgereicht,
    um mich sehr über des Menschen dann hoffentlich irritiertes Gesicht freuen zu können.
    Und dann hätte ich ihm noch kurz erläuert, wo unser heutiges Allerweltswort ‚hallo’ herstammt.

    Aber, zu früh gefreut: Leider haben die Frau Anonyma, die mit mir zusammen dort war, und ich
    das Kino nach dem Ende des Films kurz auf ein Zigarettlein verlassen gehabt, und dabei nicht bemerkt, daß dessen Tür in der Zwischenzeit hinter uns abgeschlossen geworden war –
    so daß wir trotz heftiger Proteste und Krawalls, den hauptsächlich die gute Anonyma veranstaltet hat – ich doch nicht, iwo! – nicht mehr zurück ins Innere zum Disputieren gelangen konnten.

    Das Etablissement war gewissermaßen zur ‚geschlossenen Abteilung‘ geworden –
    und weil wir beide, die Anonyma und ich, uns in diesem Falle ausnahmsweise
    auf der richtigen Seite der verschlossenen Tür befindlich vorfanden,
    pfiffen wir uns schließlich eins oder deren zwei und gingen essen.
    Wobei sich die A. nicht entblödete, trotz der vorangegangenen ‚Ungarischen Mißhandlung‘
    ein Szegédiner Gulyás zu ordern. Jamei. So issie halt.
    Ich hab da lieber ein Bauernröschti gemampft. Jamei: So bin halt ich.

    Kurz und nicht gut:
    Der Film ist bedauerlicherweise in dieser Form nicht empfehlenswert.
    Die Betrachtung dieses Werkes könnte zur, vorwiegend, ‚Englischen Krankheit“ führen,
    wenn nicht zu: „Schnupfen im Schädel“.
    Leider insgesamt eine Zumutung für den deutschen Kinobesucher.
    Da kommts dann auf den Inhalt, der ohne Zweifel einige Relevanz besitzt,
    leider nicht mehr besonders an.
    Mit diesem Film, insbesondere dessen elitär anmutender fremdsprachlichen Gestaltung,
    wird seinem Anliegen
    – wenn es sich denn nicht um überwiegend egozentrische Motive der Autorin handeln sollte,
    was durchaus legitim wie verständlich wäre –
    Verständnis für die Situation psychisch erkrankter Menschen zu erwecken und zu fördern,
    deren Stigmatisierung entgegenzuwirken, ein Bärendienst erwiesen.
    Zumindest im deutschsprachigen Raum.
    Zur konsequenten Untertitelung in deutscher Sprache hätte es zumindest hinreichen sollen.

    Aber vielleicht läßt sich das Versäumte ja nachholen?

    Maximilian Müller.